Endlich ein Gruß aus Australien (02.02.15 – 12.03.15)

Hallo ihr Lieben,

nach langem Druck meiner Mutter, raffe ich mich nun endlich mal auf, euch ein paar Grüße aus Australien zu senden. Ich weiß, ich habe meine letzten Erlebnisse nie zu Ende verfasst, was vermutlich aufgrund meiner Faulheit auch nicht mehr geschehen wird. Aber hiermit möchte ich mich nun endlich bei euch mit Erlebnissen meiner zweiten Reise nach Australien melden.

Nach meinem langen, ermüdenden Flug von Hamburg über Dubai und Perth nach Carnarvon, wo „meine“ Familie wohnt, bin ich am 2.2. um 9 Uhr morgens endlich dem Winter entkommen und mit blendend weißer Haut im sommerlichen (um die 35 °C) Carnarvon eingetroffen. Jo, meine Gastmutter, hat mich vom Flughafen abgeholt und zu Hause angekommen, habe ich sofort mein altes Zimmer in Anspruch genommen und Olli, der hier in den zwischenzeitlichen 7 Monaten als Aupair gelebt hat, in den Flur verbannt. Ist nur gerecht so, denn als er damals hier ankam, musste ich im Wohnwagen schlafen.. 😉

Als es Zeit wurde, Liam von der Schule abzuholen, bin ich natürlich gleich mitgekommen und er hat sich sehr gefreut, mich wieder zu sehen. Auch Ella hat sich später gefreut, als sie mich halb schlafend auf dem Sofa entdeckte. Nach anfänglichem Kampf gegen die Müdigkeit, um dem Jetlag zu entgehen, ging ich nachmittags dann doch für zwei Stunden schlafen, die ich wirklich nötig hatte. Abends schlüpfte ich schon gegen acht Uhr ins Bett und hatte somit den Jetlag doch ziemlich erfolgreich bekämpft, denn die nächsten zwei Tage durfte ich morgens noch ausschlafen. Das hat dieses mal viel besser geklappt, als letztes Jahr, da hatte ich schon ein paar Tage mit plötzlicher Müdigkeit zu kämpfen.

Der Alltag verlief dann eigentlich genauso wie letztes Jahr, ab sieben mache ich die Lunchpakete für die Kinder und spiele mit Ihnen, bis es Zeit wird, gegen 8:30 zur Schule zu fahren. Anschließend wird das Abendessen vorbereitet und ein paar Hausarbeiten, wie Wäsche aufhängen oder den sehr zugemüllten Vorratsraum aufzuräumen. Gegen 15 Uhr werden die Kinder abgeholt, wir spielen, essen zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr zu Abend und spielen noch ein bisschen, waschen die Kinder, die dann zwischen sieben und acht Uhr ins Bett gehen.
Wie ihr seht, nicht außerordentlich aufregend, aber es ist so schön, wieder hier zu sein. Es kommt mir so vor, als wäre ich nie weggewesen.

Am ersten Wochenende hatten wir eine Pool-Abschiedsparty für Olli, die sehr lustig war und am Montag ist er dann nach Perth geflogen. Es war ziemlich entspannt, sich zu Zweit um die Kinder zu kümmern, aber ab nun muss ich sie wieder beide bespaßen. Für SuperSofa ist das natürlich kein Problem 😉

Ella und ich während der Poolparty :)

Ella und ich während der Poolparty 🙂

Vom 12. bis zum 16. Februar waren wir in der Nähe von Geraldton, das etwa 500 km südlich von hier liegt, campen. Denn dort war ein Kitesurfing-Festival, was bedeutete, das Olli, der von Perth auch dort hingekommen ist, und Gerhard die ganze Zeit surfen waren, während Jo und ich uns im die Kinder kümmerten. Jaja, so läuft das hier. Natürlich ist es unmöglich, mit dieser Familie einen Ausflug ohne Panne zu unternehmen und so ging auf dem Hinweg die Klimaanlage kaputt, die am Freitag erstmal für 3 Stunden repariert werden musste und auf dem Rückweg machte die Autobatterie schrapps und wir mussten sie in Geraldton ersetzen. Ähnliche Erlebnisse hatten wir schon letztes Jahr, als die Kupplung nach einem Wochenende in Perth kurz vor Carnarvon kaputtging oder auch in Südafrika, wo wir mit zwei Autos unterwegs waren, die beide kurz hintereinander eine Reifenpanne hatten. Naja, zum Glück kommt das so oft vor, dass alle genau wissen, was sie zu tun haben 😀

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Ella macht Yoga mit ihrer Mama.

Ella macht Yoga mit ihrer Mama.

Seitdem hatten wir eigentlich einen ganz normalen Alltag. Ich miste Stück für Stück die Schränke aus, die zum Teil sehr unordentlich und zugemüllt sind, was mir richtige Genugtuuung verschafft, meine Eltern haben eben doch abgefärbt. Überhaupt haben Jo und Gerhard festgestellt, dass Aupairs, die eine eher ostdeutsche Erziehung genießen durften, in allem viel besser sind, als die Wessis. Sie wollen mich schon gar nicht mehr gehen lassen.

Am 21. Februar war Liams Geburtstagsfeier. Er hatte zwar erst am 25. Februar seinen 6. Geburtstag, aber da danach ein langes Wochenende war, an dem viele Familien weg waren, haben wir die Party vorverlegt. Er hatte sich eine Party mit Tiermotto gewünscht, was ich schon wusste, als ich noch in Deutschland war. So konnte ich mir noch Material zum Basteln eines Shaun-das-Schaf-Kostüms besorgen, das ich hier fertigstellte. Die Feier war ganz gut und mein Kostüm hat allen sehr gut gefallen.

Määäh, ich bein Sof (Shaun) das Schaf!

Määäh, ich bein Sof (Shaun) das Schaf!

Die ganze Tierfamilie.

Die ganze Tierfamilie.

Vor zwei Wochen waren wir für einen Tag im zweistunden entfernten Coral Bay am Strand, der einfach wunderschön und perfekt für Kinder geeignet ist. Mittlerweile steche ich auch nicht mehr mit blenden weißer Haut heraus, sondern habe mich durch einige Sonnenbäder der Bevölkerung angepasst.

Coral Bay ist einfach einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe.

Coral Bay ist einfach einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe.

Übrigens gibt es hier einen Fluss, der eigentlich immer trocken liegt, da wir hier in der Wüste leben. Seit letzter Woche Donnerstag ist er allerdings gefüllt und sehr hoch, und praktisch jeder Einwohner ist dort hin gefahren, um das Spektakel zu beobachten. Das letzte mal gab es einen Fluss vor fünf Jahren und da ich ihn nun gesehen habe, darf ich mich als echten Carnarvoner bezeichnen.

Der Fluss hat bereits einige Straßen etwas außerhalb überflutet..

Der Fluss hat bereits einige Straßen etwas außerhalb überflutet..

..und ist richtig breit. Ein paar Kakadus fliegen auch durchs Foto.

..und ist richtig breit. Ein paar Kakadus fliegen auch durchs Foto.

Jetzt bereiten sich gerade alle auf einen angekündigkten Zyklon vor, der bereits weiter nördlich die Westküste getroffen hat und auch vor Carnarvon nicht Halt machen soll. Aus dem Garten wurde so ziemlich alles in die Schuppen oder ins Haus gebracht. Außerdem haben wir ein paar extra Vorräte für den Fall angeschafft, dass die Straßen überflutet werden und wir nicht mehr zum Supermarkt kommen. Handtücher zum Abdichten der Fenster und Türen, die generell nicht gegen Regen gebaut wurden (es gibt nicht einmal Regenrinnen, weil es hier so selten regnet), liegen bereit. Mal sehen, wie stark wir tatsächlich betroffen sein werden, ich halte euch auf dem Laufenenden (naja, ich werde es versuchen ;-)).

So, das war es nun erst einmal von mir. Ich hoffe, es geht euch allen gut und bis bald.

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Abschied von „meiner“ australischen Familie und niedliche Quokkas – Carnarvon, Rottnest Island (05. – 12. Juli 2014)

Das letzte Wochenende bei der Familie nutze ich, um endlich noch mit Anne nach Exmouth zu fahren, was wir schon länger vorhatten. Dorthin hätte sich aber nur Samstag bis Sonntag nicht gelohnt. Sie bekommt zum Glück Montag frei und bei uns ist ja nun Oliver da, ich muss nicht mehr arbeiten. Bis Mittwoch bleibe ich aber noch bei der Familie. Am Samstag geht es dann um 8 Uhr morgens für Anne und mich los, wir erreichen Exmouth, einen kleinen Ort, der eigentlich nur aus Touristenunterkünften besteht, gegen Mittag und checken in unserem Hostel ein. Anschließend schlender wir kurz durch das Mini-Städtchen und legen uns für eine Weile an den Strand. Als sich der Sonnenuntergang anbahnt, fahren wir zum Leuchtturm und genießen den Anblick der sinkenden Sonne. Zum Abend essen wir dann sehr lecker in einem Pub und quatschen.

Und schon wieder bietet sich mir ein toller Sonnenuntergang.

Und schon wieder bietet sich mir ein toller Sonnenuntergang.

Der kleine Leuchtturm sieht in dem Licht echt toll aus.

Der kleine Leuchtturm sieht in dem Licht echt toll aus.

Es war soo lecker.

Es war soo lecker.

Am Sonntag heißt es früh raus, denn für heute haben wir eine Tour gebucht, um mit Walhaien zu schwimmen. Wir werden um 7:30 abgeholt, dann geht es zum Boot und nach einer Einweisung können wir für eine halbe Stunde am Ningaloo Reef Schnorcheln. Das dient auch dazu, dass die Ausrüstung angepasst wird und jeder damit klar kommt, damit wir auch später keine Probleme bekommen, wenn es neben den größten Fischen des Ozeans hergeht. Das Riff ist hier zwar nicht so beeindruckend wie das Great Barrier Reef, aber auch hier bekommen wir eine Schildkröte und bunte Fische zu sehen. Außerdem haben wir dieses Mal eine Unterwasserkamera, die sich Anne von ihrer Familie geliehen hat, und sogar eine GoPro, die ich mir von Oliver ausleihen konnte. Nun kann ich euch doch noch ein paar Fotos von Korallen etc. zeigen. Nach dem kurzen Schnorcheln werden wir in zwei Gruppen eingeteilt, denn es dürfen nie mehr als 10 Leute gleichzeitig mit einem Walhai schwimmen. Wir werden Gruppe 1 zugeteilt und es wird auch ziemlich schnell der erste Hai entdeckt. Die schwimmen übrigens ganz oft an der Wasseroberfläche, um sich in der Sonne aufzuwärmen. Dann können wir auch schon ins Wasser hüpfen. Wir machen zwei Reihen von je fünf Leuten mit viel Platz dazwischen, wo der Walhai durchschwimmen wird. Als er dann näher kommt, tauchen wir unsere Köpfe ins Wasser, lassen ihn ein Stück an uns vorbeiziehen und schwimmen dann hinterher. Das Tier sieht wirklich toll, aber leider sind mir ständig die Leute vor mir im Weg und meine Sicht wird ständig von Bläschen behindert. Dann müssen wir auch schon aufhören, ihm hinterher zu schwimmen, denn nun ist die zweite Gruppe an der Reihe. Wir werden in der Zeit wieder von unserem Boot aufgesammelt. Beim zweiten Mal Schnorcheln klappt es schon viel besser, echt der Wahnsinn. Insgesamt finden wir fünfmal einen Walhai, mit dem wir schwimmen können. Einmal können wir sogar beobachten, wie er wieder in tiefere Gewässer abtaucht, was auch beeindruckend aussieht. Beim letzten Mal haben wir ein ziemlich großes Tier erwischt, mit dem wir wirklich lange mitschwimmen können, ein gelungender Abschluss. Es sind zwar die größten Fische des Ozeans, aber die ganze Aktion war überhaupt kein bisschen furchteinflößend. Ich hätte schon ein bisschen erwartet, dass man sich auf offener See neben so einem Riesen komisch vorkommt, im Gegenteil, man war völlig im Moment und ich habe es einfach nur genossen. Als wir durch sind, gibt es fantastisches Mittagessen und dann sehen wir auch noch kurz die Rückenflossen von zwei Buckelwalen aus dem Meer auftauchen. Ich mache vor Freude richtig Luftsprünge :). Zum Abschluss können wir nochmal ein bisschen am Riff schnorcheln und gegen 4 Uhr sind wir schließlich zurück am Hostel. Weil wir nicht so richtig wissen, was wir nun machen sollen, fahren wir nochmal zum Leuchtturm und beobachten einige Surfer am Strand. Zum Abendessen braten wir uns heute Pfannkuchen, die wir eigentlich morgen zum Frühstück essen wollten, aber es gibt hier einen tollen Bäcker, den wir dann lieber ausprobieren.

Da wir dachten, es wird zu kalt im Wasser, haben wir Wetsuits angezogen. So kalt war es dann aber gar nicht, aber man fühlt sich so ja auch sicherer.

Da wir dachten, es wird zu kalt im Wasser, haben wir Wetsuits angezogen. So kalt war es dann aber gar nicht, aber man fühlt sich so ja auch sicherer.

Dort unten ist die Schildkröte.

Dort unten ist die Schildkröte.

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Dort ist ein Walhai, super!

Dort ist ein Walhai, super!

Mein neuer Kumpel, der Whaleshark.

Mein neuer Kumpel, der Whaleshark.

Bei Anne ist auch alles klar, wir warten auf das Boot, das uns wieder einsammelt.

Bei Anne ist auch alles klar, wir warten auf das Boot, das uns wieder einsammelt.

Die haben schon riesige Mäuler.

Die haben schon riesige Mäuler (Foto von der kostenlosen CD, die es dazu gab).

Anne, ich und ein Whaleshark.

Anne, ich und ein Whaleshark.

Von dem Unternehmen gab es eine kostenlose CD mit tollen Fotos.

Auf der CD sind ein paar echt tolle Fotos dabei.

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Das Riff und ein paar Fischis.

Das Riff und ein paar Fischis.

Beim Abschlussschnorcheln sind wir dann nochmal ohne Anzug ins Wasser.

Beim Abschlussschnorcheln sind wir dann nochmal ohne Anzug ins Wasser.

Gesagt, getan, am nächsten Morgen frühstücken wir seeehr leckere Eier-Schinken-Bagel, mhmmm. Wir schauen uns dann noch ein bisschen in den Läden um, kaufen Postkarten und legen uns nochmal für etwa eine Stunde an den Strand. Gegen halb drei machen wir uns auf den Rückweg nach Carnarvon, die Kinder freuen sich natürlich über meine Rückkehr, Liams Reaktion: „Du bist ja wieder zurückgekommen“ und Ella sagt nur mit strahlendem Gesicht „Fafie“ (bedeutet „Sophie“, total niedlich).

Tschüss, Exmouth!

Tschüss, Exmouth!

Wie jeden Dienstag gehe ich nochmal mit Anne und „ihren“ beiden Kindern frühstücken. Zu Hause wasche ich dann meine Wäsche und fange an, meine Sachen zu packen. Zwischendurch spiele ich auch noch ein bisschen mit Liam und Ella. Mittwoch stehe ich schon wieder früh um 4 Uhr auf, um das Halbfinale zwischen Deutschland und Brasilien zu schauen. Oh mann, was für ein Wahnsinnsspiel!! Weil ich Liam auch nochmal ein Frühstück versprochen habe und er möchte, dass Anne mitkommt, gehen wir nochmal. Den Rest des Tages packe ich meine Sachen zu Ende und verbringe noch ein bisschen Zeit mit den Kindern. Um sieben Uhr abends muss ich dann zum Bus, mit dem ich nach Perth fahre. Liam will mich gar nicht gehen lassen und ist sehr traurig, Ella peilt es eh nicht. Jo und Gerhard verabschieden sich von mir an der Bushaltestelle und danken mir für alles. Anne kommt auch vorbei und winkt mir zu, als der Bus dann abfährt. Ich bin zwar traurig, dass ich jetzt alle verlassen muss, freue mich aber auch schon wieder auf neue Erlebnisse und meine baldige Rückkehr ins Heimatland. Mit schlafen wird es im Bus leider nicht viel, obwohl niemand neben mir sitzt, was ganz angenehm ist. Als wir um 7 Uhr am Donnerstagfrüh in Perth ankommen, kann ich zum Glück gleich im Hostel einchecken und lege mich nochmal für 2,5 Stunden schlafen. Ich latsche danach ein bisschen durch die Stadt und gehe shoppen. Für morgen buche ich die Fähre und den Fahrradverleih für Rottnest Island, eine relativ kleine Insel nur ein paar Kilometer vor Perth. Freitag steh ich dann ziemlich früh auf und fahre mit dern Bahn in den Stadtteil Fremantle, von dessen Hafen die Fähre nach Rottnest Island abfährt. Dort angekommen, bekommt fast jedern Passagier ein Leihfahrrad, so erkundet man hier nunmal die Insel. Die Räder sehen aber schon etwas mitgenommen aus, kein Wunder, denn sie werden immer auf der Fähre mittransportiert. Da gibt es bestimmt auch mal den einen oder anderen Salzwasserspritzer. Naja, der Sattel ist ziemlich bequem und los geht die Fahrt. Nach zwei Minuten macht dann aber schon meine Gangschaltung schrapps, ohje. Ich fahre schnell zum Hafen zurück, die Fähre ist zum Glück noch da, und tausche das Fahrrad um. Nun funktioniert zwar die Gangschaltung, aber es schleift und quietscht wie verrückt. Egal, nochmal fahr ich nun nicht zurück, damit muss ich jetzt klar kommen. Wenigstens ist das Wetter hervorragend, so dass ich bald meine lange Hose gegen eine kurze austausche. Anfangs fahre ich ziemlich schnell und überhole mit lautem gequietsche unüberhörbar einige Leute. Aufgrund meiner nun sehr langen Abwesenheit vom Handballtraining oder sonstigem Sportmangel, bin ich aber ziemlich schnell erledigt. Danach gehe ich es etwa ruhiger an. Zwischendurch halte ich immer mal an, um die tolle Landschaft zu genießen und zu fotografieren. Um 12 Uhr komme ich bei einem Leuchtturm in der Mitte der Insel an, wo ich eine 30-minütige Führung mitmache. Von oben haben wir einen tollen Rundumblick über die Insel. Am Horizont lässt sich sogar die Skyline von Perth ausmachen. Dann fahre ich weiter und nach einer Weile entdecke ich endlich ein paar kleine Quokkas im Gebüsch. Diese niedlichen Tiere, die wie Mini-Kängurus aussehen, sind hauptsächlich auf dieser Insel verbreitet, sie kommen sonst nur noch vereinzelt in Western Australia und auf Bald Island vor. Ich schleiche mich an das Gebüsch und versuche ein paar Fotos zu machen. Nachdem ich sie noch eine Weile beobachtet habe, mache ich mich auf die Weiterfahrt an der Küste entlang. Als ich die bewohnte Gegend mit Ferienhäusern etc. erreiche, kann ich noch viel mehr Quokkas beobachten. Hier hüpfen recht viele am Straßenrand entlang und sind auch schon an die Menschen gewöhnt. Wenn ich meine Hand ausstrecke, kommen sie ganz neugierig schnuppernd heran. Einer versucht sogar in meinen Rucksack zu klettern, riecht vermutlich mein Essen. Er lässt sich dabei sogar von mir streicheln, so süß. Irgendwann trenne ich mich dann schwerenherzens von ihm und fahre weiter in die „Innenstadt“. Ich kaufe ein paar Postkarten und schlender durch die drei Läden. Zwischendurch lässt sich immer mal wieder ein Kuscheliger Haufen entdecken. Ich schaue mir danach noch den anderen Leuchtturm an und bin nachdem es mit der Fähre zurückgeht, gegen halb sechs zurück im Hostel. Da ich jetzt nicht noch irgendetwas unternehmen kann, begebe ich mich zum Flughafen, um 2 Uhr nachts fliege ich nach Sydney. Nach einer Ewigkeit warten, geht es irgendwann in den Flieger, mit dem Schlafen klappt es auch dieses Mal nicht so richtig. So komme ich ziemlich übermüdet in meinem Hostel in Sydney an, wo ich mich nochmal ein bisschen hinlege. Anschließend laufe ich am Darling Harbour entlang, durch ein paar Geschäfte und gehe dann ins Kino zu „The Fault in our Stars“. Zurück im Hostel packe ich meine Sachen für morgen, dann geht es nach Alice Springs und am Montag zum Uluru, und gehe relativ früh schlafen.

Annes Schützlinge Hannah...

Annes Schützlinge Hannah…

...und Harry.

…und Harry.

Wunderschöne Küste auf Rottnest Island.

Wunderschöne Küste auf Rottnest Island.

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Die Aussicht vom Leuchtturm, sogar mit Perth am Horizont.

Die Aussicht vom Leuchtturm, sogar mit Perth am Horizont.

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Dort ist ein Quokka im Gebüsch, genau hinschauen.

Dort ist ein Quokka im Gebüsch, genau hinschauen.

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Sind die niedlich.

Sind die niedlich.

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Was sich wohl hier drin befindet?

Was sich wohl hier drin befindet?

Shaun sagt auch mal Hallo.

Shaun sagt auch mal Hallo.

Und darf sogar Huckepack, haha.

Und darf sogar Huckepack, haha.

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Macht's gut ihr Süßen.

Macht’s gut ihr Süßen.

Endlich mal wieder in einer Großstadt und meine Ablösung kommt an – Perth und Carnarvon (19. Juni – 04. Juli 2014)

Am Mittwoch Nachmittag bin ich mit Jo, Liam und Ella nach Perth geflogen. Die Maschine war sehr klein und ziemlich laut, ätzend, wir kommen so gegen 20 Uhr bei Freunden von der Familie an, wo wir bis Samstag wohnen werden. Das Wetter ist leider nicht sonderlich gut, eigentlich wollten wir am Donnerstag in den Zoo, schade, das hätte mit den Kindern bestimmt viel Spaß gemacht. Stattdessen laufen wir durch die Stadt, Jo erledigt so einige Einkäufe, da es in Carnarvon ja nicht so viel Auswahl gibt. Es tut übrigens richtig gut, nach so langer Zeit in dem kleinen abgelegenen Ort mal wieder unter Leuten zu sein. Für mich bleibt sogar auch ein bisschen Zeit zum Shoppen, ich kaufe mir eine größere Tasche, die ich bestimmt noch gut gebrauchen werde, denn der Platz im Rucksack könnte langsam knapp werden. Da Ella ab und zu absolut nicht in ihrem Kinderwagen sitzen will, hatte Jo einen kleinen Rucksack mit Leine daran besorgt, was sie eigentlich für den Zoo gedacht hatte. Wir schnallen es Ella aber auch hier an, kommischerweise liebt sie es über alles und wir lachen uns einfach nur schlapp. Wenn sie daran läuft, hält sie selber auch die Leine fest und es kommt einem so vor, als würde sie mich oder Jo spazieren führen, einfach niedlich.

Gegen Mittag fahren wir dann wieder zurück zu den Freunden. Die haben einen vierjährigen Sohn namens Ethan, so kann Liam viel mit ihm spielen und ich hab eher meine Ruhe. Spiele trotzdem ab und zu mit den Kindern.

Ella läuft an der Leine...

Ella läuft an der Leine…

...und ist dabei total glücklich, haha.

…und ist dabei total glücklich, haha.

Am Freitag fahren wir vormittags kurz auf einen Spielplatz. Liam hat später einen Termin bei einer Kinderpsychologin oder so, Ella macht in der Zeit ihren Mittagsschlaf und ich gucke mit Ethan „Die Unglaublichen“. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kommt Gerhard aus Bali zurück. Die Kinder freuen sich natürlich riesig, dass er wieder zurück ist. Wir bekommen auch alle ein Mitbringsel, für mich gibt es eine Handtasche und ein schönes Tuch, total nett. Am Vormittag gehen wir dann in das Theaterstück „The Gruffalo“, das wirklich sehr schön gemacht ist und die Kinder absolut begeistert. Da Ella noch ein bisschen zu klein ist, um das alles zu kapieren, wird sie mit Essen ruhig gestellt :D. Wir fahren dann nochmal zurück zum Haus, packen unsere Sachen, essen noch etwas und machen uns mit dem Auto (das Gerhard hier abgestellt hatte als er nach Bali geflogen ist) auf den Rückweg Richtung Carnarvon. Da es mit Kindern unmöglich ist die 900 km am Stück zu fahren, machen wir auf halber Strecke einen Zwischenstopp in Geraldton, wo wir erst so gegen 21 Uhr ankommen und bei einem Freund übernachten können. Mit diesem geht Gerhard am nächsten Morgen noch surfen, während Jo, die Kinder und ich ein bisschen spazieren gehen. Weiter geht schließlich die Fahrt zurück nach Carnarvon. Etwa 150 km vor unserem Ziel geht auf einmal die Gangschaltung nicht mehr, die Kupplung hat es wohl völlig zerfetzt. Zum Glück hat Jo Empfang mit dem Handy, wir können zwar nicht abgeschleppt werden, aber der Gastvater von Anne ist so lieb und holt uns ab. Gerhards Auto wird dann noch zur nächsten Tankstelle gezogen und dort abgestellt. So hat sich der Sonntag auch noch ziemlich in die Länge gezogen, wir kommen erst um sieben Uhr an, packen aus und gehen alle recht schnell ins Bett.

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Natürlich blieb Ella nicht im Kinderwagen und musste sich auch noch dazwischen quetschen. Liam will seinen Papa gar nicht mehr loslassen.

Natürlich blieb Ella nicht im Kinderwagen und musste sich auch noch dazwischen quetschen. Liam will seinen Papa gar nicht mehr loslassen.

Ich bin mal eben mit meinem Schmetterling spazieren!

Ich bin mal eben mit meinem Schmetterling spazieren!

Tja, da sind wir wohl im Nirgendwo gestranded, wäre für Jo und Gerhard nicht das erste Mal, die beiden nehmen das ganz locker.

Tja, da sind wir wohl im Nirgendwo gestranded, wäre für Jo und Gerhard nicht das erste Mal, die beiden nehmen das ganz locker.

Wenigsten bekommen wir einen wunderschönen Sonnteruntergang zu sehen (Liams Worte: "At least the sunset is lovely", so süß).

Wenigsten bekommen wir einen wunderschönen Sonnteruntergang zu sehen (Liams Worte: „At least the sunset is lovely“, so süß).

Am Montag beginnt dann meine letzte Woche, in der ich mit den Kindern alleine bin, nächste Woche kommt das (der?) neue Aupair Oliver, ebenfalls aus Deutschland. Am Mittwoch ist Ella leider krankr, sie hat sich die ganze Nacht zuvor übergeben und spuckt auch die Milch wieder aus, die ich ihr später zum Testen gebe. Sie nimmt danach den ganzen Tag nichts zu sich, macht aber trotz allem einen frohen Eindruck. Am nächsten Tag geht es ihr zum Glück viel besser, das Abendessen von gestern ist dann auch drin geblieben. Ansonsten verläuft die Woche ganz normal. Am Wochenende gehe ich nochmal mit Anne frühstücken, Sonntag packe ich dann halbwegs meine Sachen und ziehe aus meinem Zimmer aus. Ich schlafe ab morgen im Wohnwagen, der eigentlich in den Garten gestellt werden soll (steht momentan vor der Haustür), aber Gerhards Auto, dass ihn als Einziges ziehen kann, ist noch in der Reparatur.

Eine Palme voller Kakadus, die gibt es hier wirklich in Massen.

Eine Palme voller Kakadus, die gibt es hier wirklich in Massen.

Das ist übrigens meins Zimmer..

Das ist übrigens meins Zimmer..

..tut mir Leid, das Bett wollte ich nicht extra machen.

..tut mir Leid, das Bett wollte ich nicht extra machen.

Am Wochenende wird erstmal Angeln im Pool gespielt..

Am Wochenende wird erstmal Angeln im Pool gespielt..

..und die ganze Familie macht mit, haha.

..und die ganze Familie macht mit, haha.

Am Montag Morgen kommt Oliver in Carnarvon an und ich erklär ihm schonmal die Routine und wie man mit Liam am besten umgeht. Gerhard versucht ein anderes Auto zu finden, um den Wohnwagen umzustellen, aber es klappt nicht. So schlafe ich im Wohnzimmer im Swag (dünne Matratze im Sack), was eigentlich ganz praktisch ist, denn so liege ich morgens um 5 Uhr gleich vor dem Fernseher, um das Spiel Deutschland – Algerien zu schauen. Da sich mit der Umstellung des Wohnwagens nichts ändert, packe ich schließlich meine ganzen Sachen dort hinein und muss dann eben immer zur Haustür raus. Den Rest der Woche zeige ich Oliver noch alles mögliche und die Kinder fangen auch so langsam an, sich an ihn zu gewöhnen. Wenn sie mal heulen, kommen sie natürlich lieber zu mir, aber das wird sich auch ändern, sobald ich weg bin. Man merkt aber, dass Liam mit der Umstellung noch zu kämpfen hat, denn abends fängt er an, sich über absolute Kleinigkeiten aufzuregen und herumzuschreien. Wahrscheinlich ist er innerlich auch einfach sauer auf mich, dass ich ihn verlasse, es ist für ihn nunmal schwierig, mit Veränderungen umzugehen. Das wird sich aber auch noch legen. Am Donnerstag Abend gehen wir sehr nett zu meinem Abschied essen. Die Kinder sind total aufgedreht und rennen wie Bekloppte durch das Restaurant 🙂 sind aber sehr süß und lustig.

Mein unmöglicher Versuch, mal ein schönes Foto zusammen mit den Kindern zu haben..

Mein unmöglicher Versuch, mal ein schönes Foto zusammen mit den Kindern zu haben..

..sie können einfach nicht stillsitzen.

..sie können einfach nicht stillsitzen.

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Völlig abgedreht die zwei :D

Völlig abgedreht die zwei 😀

Pferderennen, Segeltour, Delfine und Sterne – Carnarvon, Monkey Mia (24. Mai – 18. Juni 2014)

Am Samstag des 24. Mai ist Ladies Day in Australien, an dem überalle Pferderennen stattfinden, sogar auch in Carnarvon. Gerade die Frauen ziehen sich so richtig schick an und sowohl Annes als auch meine Familie geht ohne Kinder ab 12 Uhr mittags dort hin. Viele haben auch diese extravaganten Hüte auf und gehen wetten (Anne und ich aber nicht). Zum Teil ist es ein bisschen langweilig, aber abends kommt dann sehr gute Live-Musik, zu der wir begeistert tanzen. Später gehen wir noch in einen Pub, aber gegen halb zehn begeben wir uns vor Müdigkeit schon nach Hause und die Musik ist auch nicht so gut, wie bei den Pferderennen.

IMG_3434 IMG_3441Gerhard ist jetzt für einige Wochen auf Bali und ich bin mit Jo und den Kindern alleine. Der Alltag läuft wie üblich ab, nur dass die Kinder ab und zu ihren Vater vermissen. Einen Sonntag werden wir von Annes Gastvater Travis zum Segeln eingeladen, denn die Mitglieder des Yachtclubs machen eine Regatta unter sich. Wir werden dem richtig coolen Katamaran Segelboot zugewiesen, das Paul gehört. Er gabelt auf dem Weg zum Boot dann noch den Österreicher Karl und seinen Hund Archie auf, die er überhaupt nicht kennt und einfach mal spontan einlädt. So sind die Australier nun mal. Der Tag macht so viel Spaß, Anne und ich knuddeln Archie um die Wette und helfen ab und auch beim Segelturn, die meiste Arbeit haben aber die Männer mit Ahnung. Bei der ersten Regatta machen wir fast den zweiten Platz und kommen nur einen Meter hinter unseren Rivalen über die Ziellinie, die zweite läuft nicht ganz so gut, aber wir haben alle unseren Spaß. Das Wetter ist hervorragend, jedoch zum Segeln etwas zu windstill, später frischt es aber noch auf.

Ich darf auch mal ans Steuer.

Ich darf auch mal ans Steuer.

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Archie ist einfach der niedlichste Hund überhaupt.

Archie ist einfach der niedlichste Hund überhaupt.

Am 9. Juni hat Liam leider Fieber, als ich ihn von der Schule abhole und ist auch am nächsten Tag noch krank. So hab ich mir meinen Geburtstag eher nicht vorgestellt. Gerade am Morgen, als Ella noch da ist, sind die Kinder sehr anstrengend und stressig, als ich sie weggebracht habe, geht es aber. Liam fühlt sich eh nicht so gut und guckt den ganzen Vormittag Fernsehen. Am späten Nachmittag geht es ihm zum Glück schon viel besser und abends bekomme ich einen fantastischen Kuchen, ein Ständchen und ein sehr schönes Foto von „The Red Bluff“, wo wir zu Ostern campen waren, geschenkt. So hat der Tag doch noch ein schönes Ende, zumal mich auch noch so viele Glückwünsche aus Deutschland erreichen. Am nächsten Tag fahre ich Mittags zu Anne und bekomme von ihr auch noch einen Tassenkuchen mit Nutella, lecker, und einen Frühstücksgutschein geschenkt. Über das nächste Wochenende fahre ich mit ihr nach Monkey Mia, einem Delfin-Resort, etwa 5 Stunden südlich von hier. Da wir nur Samstag und Sonntag Zeit dazu haben, fahren wir gleich morgens um 6 Uhr los. Unterwegs halten wir in Shark Bay an, wo wir uns eine Art Aquarium anschauen. Wir bewundern die verschiedenen Fische und können sogar eine Haifütterung im großen Becken beobachten. Anschließend geht es weiter nach Monkey Mia. Nach Ankunft checken wir in das Hostel ein, wir haben sogar ein 7er-Zimmer für uns, weil zur Zeit nicht so viel hier los ist, wie praktisch. Dann begeben wir uns an den Strand. Die Sonne scheint zwar, aber es ist nunmal schon Winter und zu kalt zum Baden, zum Sonnen reicht es glücklicherweise noch. Als wir nur so gammeln, schwimmt doch tatsächlich schon ein Delfin ganz nah am Ufer entlang an uns vorbei, so niedlich. Weil wir uns heute sportlichen fühlen, machen wir noch ein bisschen Sport am Strand (das habe ich sowieso nötig, bin völlig aus der Form). Nach dem Duschen essen wir noch etwas in der Bar und gehen bald ins Bett. Am Sonntag müssen wir nämlich früh aufstehen, denn um 7:45 Uhr werden die wilden Delfine gefüttert. Ihnen wird vomittags zwischen 8 und 12 Uhr dreimal Fisch angeboten, was insgesamt nur einen Bruchteil ihrer Tagesration ausmacht, damit sie trotzdem noch selber jagen müssen. Es haben sich schon sehr viele Leute versammelt und uns wird kurz erklärt, dass wir auf die Ranger hören sollen, die Delfine nicht anfassen dürfen und respektieren sollen. Dann stellen wir uns in einer langen Reihe am Strand entlang auf und so langsam tauchen immer mehr Delfine auf. Ein paar von ihnen werden dann gefüttert, es gibt jeweils einen Helfer mit Eimer der sich ins Wasser stellt und willkürlich einige Leute auswählt, die den Delfin füttern dürfen. Komischerweise handelt es sich dabei meist um Kinder oder ältere Leute (mist, genau im falschen Alter hier). Es ist aber trotzdem toll, diese bezaubernden Tiere von so nah zu beobachten. Zum Teil posieren die Delfine richtig und schauen in die verschiedenen Kameras der Leute. Als die Fütterung vorbei ist und die Delfine wieder abzischen, gehen wir frühstücken und checken wieder aus. Dann haben wir um 11 Uhr eine halbstündige Kamelreittour gebucht. Wir sitzen zusammen auf einem Kamel und werden an diesem wunderschönen Strand mit dem Glasklaren Meerwasser entlang geführt. Danach legen wir uns noch für eine Weile an den Strand, vom Steg aus können wir sogar mal eine Schildkröte sehen, die aber leider genau dann abtaucht, als ich ein Foto machen will, trotzdem ziemlich cool. Gegen drei Uhr begeben wir uns dann auf den langen Rückweg. Unterwegs halten wir auf einem Hügel an, um den Sonnenuntergang zu beobachten und später nochmal mitten im Nirgendwo, um den unglaublichen, atemberaubenden Sternenhimmel zu beobachten. Schon in Neuseeland hab ich einmal einen Wahnsinns-Sternenhimmel gesehen, aber dieses mal ist er noch voller und die Milchstraße ist auch zu sehen. Gegen halb acht kommen wir schließlich wieder zu Hause an.

Dieser Kuchen schmeckt genauso gut wie er aussieht.

Dieser Kuchen schmeckt genauso gut wie er aussieht.

Im Aquarium gibt es auch ein paar Clownfische.

Im Aquarium gibt es auch ein paar Clownfische.

Unglaublich, dieser Delfin schwimmt einfach seelenruhig am Strand entlang.

Unglaublich, dieser Delfin schwimmt einfach seelenruhig am Strand entlang.

Auch der Pelikan genießt die Sonne.

Auch der Pelikan genießt die Sonne.

"Mal eben für die ganzen Leute posieren"

„Mal eben für die ganzen Leute posieren“

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Kamelreiten ist hier bestimmt besser als mitten in der Wüste.

Kamelreiten ist hier bestimmt besser als mitten in der Wüste.

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Zu spät, die Schildkröte taucht leider gerade ab.

Zu spät, die Schildkröte taucht leider gerade ab.

Ein paar Emus erblicken wir noch auf der Rückfahrt.

Ein paar Emus erblicken wir noch auf der Rückfahrt.

Schon wieder genieße ich einen Sonnenuntergang.

Schon wieder genieße ich einen Sonnenuntergang.

Mein Versuch, den Sternenhimmel abzulichten, gelingt nur halbwegs.

Mein Versuch, den Sternenhimmel abzulichten, gelingt nur halbwegs.

Alltag in Carnarvon und kurzer Campingausflug nach Gnaraloo (21. April – 23. Mai 2014)

Die nächsten Wochen dröppelt der Alltag so dahin. Liam hat noch eine Woche nach Ostern Schulferien und ich freue mich zum ersten Mal über das Ferienende. Es kann dann doch ganz schön anstrengend sein, ihn den ganzen Tag zu Hause zu haben. An einem Wochenendtag mache ich einmal eine kleine Bootstour mit Gerhard und den Kindern. Liam angelt mit seiner Angel, fängt aber nichts, denn wir haben keine Köder da, er tut eher nur so als würde er angeln. Ella entwickelt sich von Tag zu Tag weiter und überrascht uns immer mit neuen Wörtern. Es macht richtig Spaß, sie dabei zu beobachten und ist einfach zu niedlich.

Beim Basteln in den Ferien entsteht auch ein "Heißluftballon" für Shaun.

Beim Basteln in den Ferien entsteht auch ein „Heißluftballon“ für Shaun.

Die Bootstour macht Spaß.

Die Bootstour macht Spaß.

Der Daumen hoch...

Der Daumen hoch…

...klappt bei Ella noch nicht so ganz.

…klappt bei Ella noch nicht so ganz.

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"Weihnachtskekse" backen im Mai? Ach was solls.

„Weihnachtskekse“ backen im Mai? Ach was solls.

Mitte Mai ist Jo für ein paar Tage in Perth und da Gerhard frei hat, wollen wir nochmal campen fahren. Da Jo aber nicht da ist, mit der alles ein bisschen geplanter wäre, was das Packen angeht, kommen wir erst am Mittwoch los und fahren am Donnerstag schon wieder zurück. Der Platz, auf dem wir den Wohnwagen abstellen, hat sogar ein kleines Steinhäuschen (ist sogar ein „The Hilton“), in dem ich dann auf dem Feldbett übernachte. Mittwochen gehen wir dann an den Strand, wo ich ein bisschen durch die Korallen schnorcheln kann. Es gibt hier auch ziemlich viele verschiedene Fische, aber nicht so viele verschiedene und bunte Korallen wie am Great Barrier Reef. Am Donnerstag geht Gerhard Vormittags surfen, währen ich mit den Kindern spiele. Später gehen wir noch ein bisschen an den Strand, spielen im Sand und baden. Gegen halb fünf geht es dann wieder nach Hause, wo Jo schon auf uns wartet.

Eine Unterkunft im Hilten gibt es nicht immer so günstig...

Eine Unterkunft im Hilton gibt es nicht immer so günstig…

...und dann sogar mit Meerblick!

…und dann sogar mit Meerblick!

Von Innen hätte ich vielleicht einen etwas höheren Standard erwartet, aber zum Schlafen reicht es ja.

Von Innen hätte ich vielleicht einen etwas höheren Standard erwartet, aber zum Schlafen reicht es ja.

Was hat Ella entdeckt?

Was hat Ella entdeckt?

Ein paar "Baa baa baas" (Schafe).

Ein paar „Baa baa baas“ (Schafe).

Gerhard und die verrückten Kinder :)

Gerhard und die verrückten Kinder 🙂

Auch danach die Wochen läuft der Alltag meist gleich ab. Einmal fahre ich am Wochenende mit Jo und den Kindern zum 1-Mile-Jetty, einem langen Steg, wo ein Zug darüber fährt. Liam, der sowieso ein Riesenfan von Thomas der Lokomotive und Zügen ist, gefällt das natürlich total. Außerdem findet gerade eine Art Schützenfest statt, wo ich mit Liam Autoscooter fahre und mich später noch mit Anne treffe. Die Live-Musik ist richtig gut und leckere Nutella-Crêpes gönnen wir uns auch noch.

Der Steg ist schon ziemlich lang.

Der Steg ist schon ziemlich lang.

Liam hat natürlich seinen Spaß.

Liam hat natürlich seinen Spaß.

Das ist übrigens Mal der Garten, mit Mangobaum und Pool, mehr kann man sich nicht wünschen (auch wenn ich leider nicht zur Mangozeit hier bin, aber dafür ist das Gefriefach voll).

Das ist übrigens Mal der Garten, mit Mangobaum und Pool, mehr kann man sich nicht wünschen (auch wenn ich leider nicht zur Mangozeit hier bin, aber dafür ist das Gefriefach voll).

Blick auf das Haus aus Richtung Pool.

Blick auf das Haus aus Richtung Pool.

Wunderschöner Strand und Ostercampen (12. – 20. April 2014)

Am Wochenende 12./13. April fahre ich mit Anne nach Coral Bay, das etwa drei Stunden nördlich von hier liegt. Ich hole sie gleich morgens um 7 Uhr ab, damit wir die Zeit so richtig nutzen können. Das Wetter ist absolut hervorragend und wir legen uns nach Ankunft gleich an den Strand. Das Meer ist richtig schön blau und türkis und nach ein bisschen Sonnenbad entspannen wir uns ab und zu im Wasser. Da es so klar ist, können wir auch viele Fische von oben beobachten und betrachten sie später auch mal mit Annes Schwimmbrille unter Wasser, total niedlich. Gegen fünf fahren wir dann zu unserem Hostel und checken ein. Geduscht wird dann in Salzwasser, ziemlich merkwürdig, man fühlt sich nicht so richtig sauber, denn aus der Leitung kommt hier scheinbar Meerwasser. Es gibt im ganzen „Ort“ (der nur aus einem Hostel, einem Campingplatz, einem Resort und einen paar Läden besteht) nur ein paar Trinkwasserhähne. Wir treffen dann noch ein paar Freunde von Annes Gastmutter Amy, die auch in unserem Alter sind und verbringen den Abend gemeinsam und bekommen auch was von den (möglicherweise) alkoholischen Getränken ab. Am nächsten Morgen checken wir wieder aus und gehen dann in einem kleinen Café frühstücken. Wir gönnen uns richtig leckere Pfannkuchen mit Eis und legen uns anschließend noch für ein paar Stunden an den Strand. Gegen vier Uhr fahren wir wieder zurück und ich werde zu Hause stürmend von den Kindern empfangen, so süß.

Unterwegs sehen wir diese Ameisen- oder Termitenhügel oder um was auch immer es sich handeln mag.

Unterwegs sehen wir diese Ameisen- oder Termitenhügel oder um was auch immer es sich handeln mag.

Sehen auf jeden Fall ziemlich cool aus.

Sehen auf jeden Fall ziemlich cool aus.

Der Strand in Coral Bay ist einfach wunderschön.

Der Strand in Coral Bay ist einfach wunderschön.

Und das Wasser ist so klar.

Und das Wasser ist so klar.

Ab jetzt hat Liam zwei Wochen Osterferien und ist dementsprechend den ganzen Tag zu Hause. Auch Ella geht nur am Mittwoch in die Krippe, da sie Montag und Dienstag krank ist, weil sie am Sonntag in den Pool gefallen ist und Donnerstag sowieso zu Hause bleiben sollte. Die beiden den ganzen Tag über zu haben kann schon relativ anstrengend sein, aber es klappt alles ganz gut. Mit Liam bastel ich besonders viel, wenn Ella mittags schläft.

Am Karfreitag habe ich leider keine Zeit, um Mama anzurufen, denn wir fahren zu „The Red Bluff“ zum campen über das Osterwochenende und dort habe ich keinen Empfang. Die Fahrt dauert etwa 2,5 Stunden und nach ein bisschen herumkutschieren finden wir auch einen Platz für den Wohnwagen. Ich bekomme sogar mein eigenes Zelt mit Feldbett, ist ganz gut so, denn Ella schläft selten durch und Gerhard soll wohl ziemlich schnarchen. Später gehen wir dann mal baden und ich suche lange Zeit mit Liam nach Muscheln, es gibt hier ziemlich große und verschiedene, ein paar haben es auch in mein Gepäck geschafft. Leider reißen meine Flip-Flops und ich muss den Rest des Wochenendes barfuß herumlaufen, natürlich passiert das ausgerechnet hier, wo es sehr steinig ist. Am Samstag fahren wir nach Gnaraloo, einem anderen Stück Strand, etwa eine halbe Stunde von hier. Wir hatten erwartet, dass das Wasser hier etwas ruhiger ist, was sich aber als falsch herausstellt. Ich spiele mit den Kindern im Sand bis wir wieder zurückfahren. Gerhard geht dann Kitesurfen und Jo und ich gehen nochmal mit den Kindern baden, wo ich mit Liam „Seehund“ spiele. Wir bekommen nach dem Abendessen mal wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen und als die Kinder später im Bett sind, verstecken Jo und ich die Geschenke und Ostereier. Hier gibt es übrigens keine gekochten Eier sondern nur Schokoeier und Geschenke. Aufgrund der australischen Hitze wären gekochten Eier wohl aber eher angebracht. Die Schokolade muss natürlich schnell vor dem Schmelzen gerettet werden, sobald die Sonne rauskommt. Es gibt hier übrigens auch den Osterhasen und keine Osterkängurus (was ich aber viel cooler gefunden hätte). Die Kinder sind am nächsten Morgen natürlich voller Freude über die ganze Schokolade und ihre kleinen Geschenke und sogar mich erwartet ein großer Schokohase (der es gerade mal bis zum nächsten Tag überlebt, upps). Wir packen dann alles zusammen und fahren zurück nach Carnarvon, wo wir im Yachtclub zu einem Osterfrühstück mit mehreren anderen Familien gehen. Es gibt richtig leckeres Essen und nochmal eine Jagd nach Schokoeiern für die ganzen Kinder. Zu Hause kann ich dann mit meinen Eltern und Max plus Familie skypen, wie schön.

Der Strand in Gnaraloo.

Der Strand in Gnaraloo.

Unsere Campingecke mit Pavillion (und meinem Zelt dahinter)...

Unsere Campingecke mit Pavillion (und meinem Zelt dahinter)…

...und Wohnmobil.

…und Wohnmobil.

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Wow, und schon wieder bietet sich mir ein atemberaubender Sonnenuntergang.

Wow, und schon wieder bietet sich mir ein atemberaubender Sonnenuntergang.

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Ich bin die Super-Nanny ;) (21. März – 11. April 2014)

Als ich am Morgen um 10 Uhr in Carnarvon ankomme, werde ich von Gerhard (dem Vater, der aus Südafrika ist) abgeholt und zu Hause abgesetzt. Er muss wieder zurück zur Arbeit und es ist auch sonst gerade niemand hier. Da kann ich also erstmal meine Wäsche waschen und mich von der Busfahrt erholen. Es ist übrigens ziemlich heiß heute, hier ist ja auch Wüste. Um drei kommt dann der 5-jährige Liam mit einem Freund und der momentanen Babysitterin nach Hause. Er macht einen sehr aufgeweckten Eindruck und ich schaue den Kindern erstmal zu. Später kommt auch die Mutter Jo mit der 1,5-jährigen Ella an. Ella ist wirklich total niedlich und die Eltern machen auch beide einen sehr netten Eindruck. Als die Kinder baden, schaue ich ein bisschen zu und spiele mit Liam, der etwas Bedenken hatte, dass ich nicht weiß, wie man das „Krokodilspiel“ spielt, aber ich kann ihn gleich vom Gegenteil überzeugen.

Am nächsten Morgen kann ich ausschlafen, was dann aber aufgrund der lauten Kinder nicht wirklich möglich ist. Gerhard wird dann morgens ins Krankenhaus gerufen (die Eltern arbeiten beide im Krankenhaus) und Jo hat einen Friseurtermin, sodass ich schon gleich mit den Kindern alleine bin. Das klappt zum Glück ganz gut, auch wenn es einmal eine Weile dauert, bis ich kapiere, dass Ella gerne Milch trinken würde. Als Jo nach Hause kommt, macht Ella ihren Mittagsschlaf und anschließend fahren wir durch die Stadt, damit Jo mir die wichtigsten Orte, wie Kindergarten, Schule etc. zeigen kann. Am Sonntag schauen wir bei einer anderen Familie mit Aupair vorbei, so lerne ich Anne (ebenfalls aus Deutschland) kennen, mit der ich noch öfters was unternehmen werde.

Dann beginnt meine erste richtige Arbeitswoche. Mein Tag beginnt um 7 Uhr morgens, ich beende das Frühstück mit den Kindern, je nachdem, wann sie aufgestanden sind, bereite die Brotdosen vor (ja Papa, da bin ich jetzt schon fast so gut wie du), packe die Schultaschen und spiele noch eine Weile mit den Kindern. Gegen 8:45 Uhr fahren wir in die Schule von Liam, der in die Vorschulklasse geht und anschließend setze ich Ella in der Krippe ab. Zu Hause muss ich dann das Abendessen vorbereiten oder kochen, die Familie hat einen 5-Wochen Essensplan, das heißt alle fünf Wochen gibt es wieder das Gleiche, und die Rezepte sind zum Glück recht einfach. Anschließend muss ich je nachdem mal Wäsche aufhängen oder zusammenlegen und habe bis 14:30 Freizeit. Dann bereite ich ein bisschen Obst vor, lege die Klamotten für den nächsten Tag und die Schlafanzüge raus und hole Liam um 15:15 Uhr von der Schule und Ella aus der Krippe ab. Wieder zu Hause packe ich die Taschen aus und spiele mit den Kindern bis es um 17:30 Uhr Abendbrot gibt. Jo ist meist spätestens um fünf Uhr zu Hause und bereitet dann den Rest für das Essen vor. Nach dem Essen füttern wir die beiden Hunde Ruby und Miles (der nur drei Beine hat, kommt aber super klar) und dann bade ich die beiden Kinder. Im Anschluss spielen wir noch ein bisschen und lesen Bücher bis Jo die Kinder zwischen sieben und acht ins Bett bringt. Mein Tag endet offiziell um sieben, aber ich sitze meistens noch mit im Wohnzimmer und beschäftige mich auch mit den Kindern. Am Wochenende habe ich frei.

Generell sind Liam und Ella zwei wirklich süße Kinder, die aber auch ziemlich anstrengend sein können. Vor allem Liam ist manchmal ziemlich schwierig, da er ADHS hat, sehr sensibel ist und daher oft total überreagiert und gerne mal rumschreit. Ich komme aber ganz gut damit klar und er hat mich trotz Wutausbrüchen lieb und kann auch zehn Minuten später schon wieder richtig niedlich sein. Mit den Eltern verstehe ich mich auch sehr gut und werde vollkommen als Familienmitglied integriert.

Die Hunde Miles und...

Die Hunde Miles und…

...Ruby sind supersüß und unerzogen.

…Ruby sind supersüß und unerzogen.

Ella fängt sofort an zu lachen, wenn sie eine Kamera sieht.

Ella fängt sofort an zu lachen, wenn sie eine Kamera sieht.

Am 30. März fahre ich mit Anne zu den Blowholes, die 75 km nördlich von Carnarvon liegen. Dabei handelt es sich um Löcher in den Felsen, durch die die Meereswellen bis zu 20 Meter in die Höhe spritzen. Wir betrachten ein bisschen die Landschaft und die ganz coolen Blowholes und legen uns für den Rest des Tages an den Strand. Das Wasser ist ganz ruhig und das Wetter hervorragend. Auf dem Rückweg machen wir noch ein paar Fotos von dieser typisch „roten“ australischen Landschaft, das war an der Ostküste nicht so und sieht wirklich fantastisch aus.

Hier liegen wir am Strand und relaxen.

Hier liegen wir am Strand und relaxen.

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Eine fette Salzschicht hat sich hier gebildet.

Eine fette Salzschicht hat sich hier gebildet.

Durch die Blowholes sprizt das Wasser in die Höhe.

Durch die Blowholes sprizt das Wasser in die Höhe.

So stellt man sich Australien doch vor.

So stellt man sich Australien doch vor.

Die nächsten zwei Wochen ist normaler Alltag, die Kinder haben sich schon richtig an mich gewöhnt und es macht mir wirklich Spaß mit den beiden. Es ist auch wirklich super wieder in einem richtigen Haus und einer Familie zu wohnen und nicht immer auf Achse zu sein. Am 9. April sind Katrien und Julie (mit denen wir von Adelaide nach Perth gereist sind) mit einem anderen Belgier auf der Durchreise. Sie haben zwei Wochen in Perth verbracht und sind nun nach Darwin unterwegs. Die drei dürfen in unserem Wohnwagen übernachten und es ist echt cool, die zwei nochmal für einen Tag zu sehen bis es für sie weiter geht.