Endlich ein Gruß aus Australien (02.02.15 – 12.03.15)

Hallo ihr Lieben,

nach langem Druck meiner Mutter, raffe ich mich nun endlich mal auf, euch ein paar Grüße aus Australien zu senden. Ich weiß, ich habe meine letzten Erlebnisse nie zu Ende verfasst, was vermutlich aufgrund meiner Faulheit auch nicht mehr geschehen wird. Aber hiermit möchte ich mich nun endlich bei euch mit Erlebnissen meiner zweiten Reise nach Australien melden.

Nach meinem langen, ermüdenden Flug von Hamburg über Dubai und Perth nach Carnarvon, wo „meine“ Familie wohnt, bin ich am 2.2. um 9 Uhr morgens endlich dem Winter entkommen und mit blendend weißer Haut im sommerlichen (um die 35 °C) Carnarvon eingetroffen. Jo, meine Gastmutter, hat mich vom Flughafen abgeholt und zu Hause angekommen, habe ich sofort mein altes Zimmer in Anspruch genommen und Olli, der hier in den zwischenzeitlichen 7 Monaten als Aupair gelebt hat, in den Flur verbannt. Ist nur gerecht so, denn als er damals hier ankam, musste ich im Wohnwagen schlafen.. 😉

Als es Zeit wurde, Liam von der Schule abzuholen, bin ich natürlich gleich mitgekommen und er hat sich sehr gefreut, mich wieder zu sehen. Auch Ella hat sich später gefreut, als sie mich halb schlafend auf dem Sofa entdeckte. Nach anfänglichem Kampf gegen die Müdigkeit, um dem Jetlag zu entgehen, ging ich nachmittags dann doch für zwei Stunden schlafen, die ich wirklich nötig hatte. Abends schlüpfte ich schon gegen acht Uhr ins Bett und hatte somit den Jetlag doch ziemlich erfolgreich bekämpft, denn die nächsten zwei Tage durfte ich morgens noch ausschlafen. Das hat dieses mal viel besser geklappt, als letztes Jahr, da hatte ich schon ein paar Tage mit plötzlicher Müdigkeit zu kämpfen.

Der Alltag verlief dann eigentlich genauso wie letztes Jahr, ab sieben mache ich die Lunchpakete für die Kinder und spiele mit Ihnen, bis es Zeit wird, gegen 8:30 zur Schule zu fahren. Anschließend wird das Abendessen vorbereitet und ein paar Hausarbeiten, wie Wäsche aufhängen oder den sehr zugemüllten Vorratsraum aufzuräumen. Gegen 15 Uhr werden die Kinder abgeholt, wir spielen, essen zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr zu Abend und spielen noch ein bisschen, waschen die Kinder, die dann zwischen sieben und acht Uhr ins Bett gehen.
Wie ihr seht, nicht außerordentlich aufregend, aber es ist so schön, wieder hier zu sein. Es kommt mir so vor, als wäre ich nie weggewesen.

Am ersten Wochenende hatten wir eine Pool-Abschiedsparty für Olli, die sehr lustig war und am Montag ist er dann nach Perth geflogen. Es war ziemlich entspannt, sich zu Zweit um die Kinder zu kümmern, aber ab nun muss ich sie wieder beide bespaßen. Für SuperSofa ist das natürlich kein Problem 😉

Ella und ich während der Poolparty :)

Ella und ich während der Poolparty 🙂

Vom 12. bis zum 16. Februar waren wir in der Nähe von Geraldton, das etwa 500 km südlich von hier liegt, campen. Denn dort war ein Kitesurfing-Festival, was bedeutete, das Olli, der von Perth auch dort hingekommen ist, und Gerhard die ganze Zeit surfen waren, während Jo und ich uns im die Kinder kümmerten. Jaja, so läuft das hier. Natürlich ist es unmöglich, mit dieser Familie einen Ausflug ohne Panne zu unternehmen und so ging auf dem Hinweg die Klimaanlage kaputt, die am Freitag erstmal für 3 Stunden repariert werden musste und auf dem Rückweg machte die Autobatterie schrapps und wir mussten sie in Geraldton ersetzen. Ähnliche Erlebnisse hatten wir schon letztes Jahr, als die Kupplung nach einem Wochenende in Perth kurz vor Carnarvon kaputtging oder auch in Südafrika, wo wir mit zwei Autos unterwegs waren, die beide kurz hintereinander eine Reifenpanne hatten. Naja, zum Glück kommt das so oft vor, dass alle genau wissen, was sie zu tun haben 😀

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Ella macht Yoga mit ihrer Mama.

Ella macht Yoga mit ihrer Mama.

Seitdem hatten wir eigentlich einen ganz normalen Alltag. Ich miste Stück für Stück die Schränke aus, die zum Teil sehr unordentlich und zugemüllt sind, was mir richtige Genugtuuung verschafft, meine Eltern haben eben doch abgefärbt. Überhaupt haben Jo und Gerhard festgestellt, dass Aupairs, die eine eher ostdeutsche Erziehung genießen durften, in allem viel besser sind, als die Wessis. Sie wollen mich schon gar nicht mehr gehen lassen.

Am 21. Februar war Liams Geburtstagsfeier. Er hatte zwar erst am 25. Februar seinen 6. Geburtstag, aber da danach ein langes Wochenende war, an dem viele Familien weg waren, haben wir die Party vorverlegt. Er hatte sich eine Party mit Tiermotto gewünscht, was ich schon wusste, als ich noch in Deutschland war. So konnte ich mir noch Material zum Basteln eines Shaun-das-Schaf-Kostüms besorgen, das ich hier fertigstellte. Die Feier war ganz gut und mein Kostüm hat allen sehr gut gefallen.

Määäh, ich bein Sof (Shaun) das Schaf!

Määäh, ich bein Sof (Shaun) das Schaf!

Die ganze Tierfamilie.

Die ganze Tierfamilie.

Vor zwei Wochen waren wir für einen Tag im zweistunden entfernten Coral Bay am Strand, der einfach wunderschön und perfekt für Kinder geeignet ist. Mittlerweile steche ich auch nicht mehr mit blenden weißer Haut heraus, sondern habe mich durch einige Sonnenbäder der Bevölkerung angepasst.

Coral Bay ist einfach einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe.

Coral Bay ist einfach einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe.

Übrigens gibt es hier einen Fluss, der eigentlich immer trocken liegt, da wir hier in der Wüste leben. Seit letzter Woche Donnerstag ist er allerdings gefüllt und sehr hoch, und praktisch jeder Einwohner ist dort hin gefahren, um das Spektakel zu beobachten. Das letzte mal gab es einen Fluss vor fünf Jahren und da ich ihn nun gesehen habe, darf ich mich als echten Carnarvoner bezeichnen.

Der Fluss hat bereits einige Straßen etwas außerhalb überflutet..

Der Fluss hat bereits einige Straßen etwas außerhalb überflutet..

..und ist richtig breit. Ein paar Kakadus fliegen auch durchs Foto.

..und ist richtig breit. Ein paar Kakadus fliegen auch durchs Foto.

Jetzt bereiten sich gerade alle auf einen angekündigkten Zyklon vor, der bereits weiter nördlich die Westküste getroffen hat und auch vor Carnarvon nicht Halt machen soll. Aus dem Garten wurde so ziemlich alles in die Schuppen oder ins Haus gebracht. Außerdem haben wir ein paar extra Vorräte für den Fall angeschafft, dass die Straßen überflutet werden und wir nicht mehr zum Supermarkt kommen. Handtücher zum Abdichten der Fenster und Türen, die generell nicht gegen Regen gebaut wurden (es gibt nicht einmal Regenrinnen, weil es hier so selten regnet), liegen bereit. Mal sehen, wie stark wir tatsächlich betroffen sein werden, ich halte euch auf dem Laufenenden (naja, ich werde es versuchen ;-)).

So, das war es nun erst einmal von mir. Ich hoffe, es geht euch allen gut und bis bald.

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3 Gedanken zu „Endlich ein Gruß aus Australien (02.02.15 – 12.03.15)

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