Abschied von „meiner“ australischen Familie und niedliche Quokkas – Carnarvon, Rottnest Island (05. – 12. Juli 2014)

Das letzte Wochenende bei der Familie nutze ich, um endlich noch mit Anne nach Exmouth zu fahren, was wir schon länger vorhatten. Dorthin hätte sich aber nur Samstag bis Sonntag nicht gelohnt. Sie bekommt zum Glück Montag frei und bei uns ist ja nun Oliver da, ich muss nicht mehr arbeiten. Bis Mittwoch bleibe ich aber noch bei der Familie. Am Samstag geht es dann um 8 Uhr morgens für Anne und mich los, wir erreichen Exmouth, einen kleinen Ort, der eigentlich nur aus Touristenunterkünften besteht, gegen Mittag und checken in unserem Hostel ein. Anschließend schlender wir kurz durch das Mini-Städtchen und legen uns für eine Weile an den Strand. Als sich der Sonnenuntergang anbahnt, fahren wir zum Leuchtturm und genießen den Anblick der sinkenden Sonne. Zum Abend essen wir dann sehr lecker in einem Pub und quatschen.

Und schon wieder bietet sich mir ein toller Sonnenuntergang.

Und schon wieder bietet sich mir ein toller Sonnenuntergang.

Der kleine Leuchtturm sieht in dem Licht echt toll aus.

Der kleine Leuchtturm sieht in dem Licht echt toll aus.

Es war soo lecker.

Es war soo lecker.

Am Sonntag heißt es früh raus, denn für heute haben wir eine Tour gebucht, um mit Walhaien zu schwimmen. Wir werden um 7:30 abgeholt, dann geht es zum Boot und nach einer Einweisung können wir für eine halbe Stunde am Ningaloo Reef Schnorcheln. Das dient auch dazu, dass die Ausrüstung angepasst wird und jeder damit klar kommt, damit wir auch später keine Probleme bekommen, wenn es neben den größten Fischen des Ozeans hergeht. Das Riff ist hier zwar nicht so beeindruckend wie das Great Barrier Reef, aber auch hier bekommen wir eine Schildkröte und bunte Fische zu sehen. Außerdem haben wir dieses Mal eine Unterwasserkamera, die sich Anne von ihrer Familie geliehen hat, und sogar eine GoPro, die ich mir von Oliver ausleihen konnte. Nun kann ich euch doch noch ein paar Fotos von Korallen etc. zeigen. Nach dem kurzen Schnorcheln werden wir in zwei Gruppen eingeteilt, denn es dürfen nie mehr als 10 Leute gleichzeitig mit einem Walhai schwimmen. Wir werden Gruppe 1 zugeteilt und es wird auch ziemlich schnell der erste Hai entdeckt. Die schwimmen übrigens ganz oft an der Wasseroberfläche, um sich in der Sonne aufzuwärmen. Dann können wir auch schon ins Wasser hüpfen. Wir machen zwei Reihen von je fünf Leuten mit viel Platz dazwischen, wo der Walhai durchschwimmen wird. Als er dann näher kommt, tauchen wir unsere Köpfe ins Wasser, lassen ihn ein Stück an uns vorbeiziehen und schwimmen dann hinterher. Das Tier sieht wirklich toll, aber leider sind mir ständig die Leute vor mir im Weg und meine Sicht wird ständig von Bläschen behindert. Dann müssen wir auch schon aufhören, ihm hinterher zu schwimmen, denn nun ist die zweite Gruppe an der Reihe. Wir werden in der Zeit wieder von unserem Boot aufgesammelt. Beim zweiten Mal Schnorcheln klappt es schon viel besser, echt der Wahnsinn. Insgesamt finden wir fünfmal einen Walhai, mit dem wir schwimmen können. Einmal können wir sogar beobachten, wie er wieder in tiefere Gewässer abtaucht, was auch beeindruckend aussieht. Beim letzten Mal haben wir ein ziemlich großes Tier erwischt, mit dem wir wirklich lange mitschwimmen können, ein gelungender Abschluss. Es sind zwar die größten Fische des Ozeans, aber die ganze Aktion war überhaupt kein bisschen furchteinflößend. Ich hätte schon ein bisschen erwartet, dass man sich auf offener See neben so einem Riesen komisch vorkommt, im Gegenteil, man war völlig im Moment und ich habe es einfach nur genossen. Als wir durch sind, gibt es fantastisches Mittagessen und dann sehen wir auch noch kurz die Rückenflossen von zwei Buckelwalen aus dem Meer auftauchen. Ich mache vor Freude richtig Luftsprünge :). Zum Abschluss können wir nochmal ein bisschen am Riff schnorcheln und gegen 4 Uhr sind wir schließlich zurück am Hostel. Weil wir nicht so richtig wissen, was wir nun machen sollen, fahren wir nochmal zum Leuchtturm und beobachten einige Surfer am Strand. Zum Abendessen braten wir uns heute Pfannkuchen, die wir eigentlich morgen zum Frühstück essen wollten, aber es gibt hier einen tollen Bäcker, den wir dann lieber ausprobieren.

Da wir dachten, es wird zu kalt im Wasser, haben wir Wetsuits angezogen. So kalt war es dann aber gar nicht, aber man fühlt sich so ja auch sicherer.

Da wir dachten, es wird zu kalt im Wasser, haben wir Wetsuits angezogen. So kalt war es dann aber gar nicht, aber man fühlt sich so ja auch sicherer.

Dort unten ist die Schildkröte.

Dort unten ist die Schildkröte.

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Dort ist ein Walhai, super!

Dort ist ein Walhai, super!

Mein neuer Kumpel, der Whaleshark.

Mein neuer Kumpel, der Whaleshark.

Bei Anne ist auch alles klar, wir warten auf das Boot, das uns wieder einsammelt.

Bei Anne ist auch alles klar, wir warten auf das Boot, das uns wieder einsammelt.

Die haben schon riesige Mäuler.

Die haben schon riesige Mäuler (Foto von der kostenlosen CD, die es dazu gab).

Anne, ich und ein Whaleshark.

Anne, ich und ein Whaleshark.

Von dem Unternehmen gab es eine kostenlose CD mit tollen Fotos.

Auf der CD sind ein paar echt tolle Fotos dabei.

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Das Riff und ein paar Fischis.

Das Riff und ein paar Fischis.

Beim Abschlussschnorcheln sind wir dann nochmal ohne Anzug ins Wasser.

Beim Abschlussschnorcheln sind wir dann nochmal ohne Anzug ins Wasser.

Gesagt, getan, am nächsten Morgen frühstücken wir seeehr leckere Eier-Schinken-Bagel, mhmmm. Wir schauen uns dann noch ein bisschen in den Läden um, kaufen Postkarten und legen uns nochmal für etwa eine Stunde an den Strand. Gegen halb drei machen wir uns auf den Rückweg nach Carnarvon, die Kinder freuen sich natürlich über meine Rückkehr, Liams Reaktion: „Du bist ja wieder zurückgekommen“ und Ella sagt nur mit strahlendem Gesicht „Fafie“ (bedeutet „Sophie“, total niedlich).

Tschüss, Exmouth!

Tschüss, Exmouth!

Wie jeden Dienstag gehe ich nochmal mit Anne und „ihren“ beiden Kindern frühstücken. Zu Hause wasche ich dann meine Wäsche und fange an, meine Sachen zu packen. Zwischendurch spiele ich auch noch ein bisschen mit Liam und Ella. Mittwoch stehe ich schon wieder früh um 4 Uhr auf, um das Halbfinale zwischen Deutschland und Brasilien zu schauen. Oh mann, was für ein Wahnsinnsspiel!! Weil ich Liam auch nochmal ein Frühstück versprochen habe und er möchte, dass Anne mitkommt, gehen wir nochmal. Den Rest des Tages packe ich meine Sachen zu Ende und verbringe noch ein bisschen Zeit mit den Kindern. Um sieben Uhr abends muss ich dann zum Bus, mit dem ich nach Perth fahre. Liam will mich gar nicht gehen lassen und ist sehr traurig, Ella peilt es eh nicht. Jo und Gerhard verabschieden sich von mir an der Bushaltestelle und danken mir für alles. Anne kommt auch vorbei und winkt mir zu, als der Bus dann abfährt. Ich bin zwar traurig, dass ich jetzt alle verlassen muss, freue mich aber auch schon wieder auf neue Erlebnisse und meine baldige Rückkehr ins Heimatland. Mit schlafen wird es im Bus leider nicht viel, obwohl niemand neben mir sitzt, was ganz angenehm ist. Als wir um 7 Uhr am Donnerstagfrüh in Perth ankommen, kann ich zum Glück gleich im Hostel einchecken und lege mich nochmal für 2,5 Stunden schlafen. Ich latsche danach ein bisschen durch die Stadt und gehe shoppen. Für morgen buche ich die Fähre und den Fahrradverleih für Rottnest Island, eine relativ kleine Insel nur ein paar Kilometer vor Perth. Freitag steh ich dann ziemlich früh auf und fahre mit dern Bahn in den Stadtteil Fremantle, von dessen Hafen die Fähre nach Rottnest Island abfährt. Dort angekommen, bekommt fast jedern Passagier ein Leihfahrrad, so erkundet man hier nunmal die Insel. Die Räder sehen aber schon etwas mitgenommen aus, kein Wunder, denn sie werden immer auf der Fähre mittransportiert. Da gibt es bestimmt auch mal den einen oder anderen Salzwasserspritzer. Naja, der Sattel ist ziemlich bequem und los geht die Fahrt. Nach zwei Minuten macht dann aber schon meine Gangschaltung schrapps, ohje. Ich fahre schnell zum Hafen zurück, die Fähre ist zum Glück noch da, und tausche das Fahrrad um. Nun funktioniert zwar die Gangschaltung, aber es schleift und quietscht wie verrückt. Egal, nochmal fahr ich nun nicht zurück, damit muss ich jetzt klar kommen. Wenigstens ist das Wetter hervorragend, so dass ich bald meine lange Hose gegen eine kurze austausche. Anfangs fahre ich ziemlich schnell und überhole mit lautem gequietsche unüberhörbar einige Leute. Aufgrund meiner nun sehr langen Abwesenheit vom Handballtraining oder sonstigem Sportmangel, bin ich aber ziemlich schnell erledigt. Danach gehe ich es etwa ruhiger an. Zwischendurch halte ich immer mal an, um die tolle Landschaft zu genießen und zu fotografieren. Um 12 Uhr komme ich bei einem Leuchtturm in der Mitte der Insel an, wo ich eine 30-minütige Führung mitmache. Von oben haben wir einen tollen Rundumblick über die Insel. Am Horizont lässt sich sogar die Skyline von Perth ausmachen. Dann fahre ich weiter und nach einer Weile entdecke ich endlich ein paar kleine Quokkas im Gebüsch. Diese niedlichen Tiere, die wie Mini-Kängurus aussehen, sind hauptsächlich auf dieser Insel verbreitet, sie kommen sonst nur noch vereinzelt in Western Australia und auf Bald Island vor. Ich schleiche mich an das Gebüsch und versuche ein paar Fotos zu machen. Nachdem ich sie noch eine Weile beobachtet habe, mache ich mich auf die Weiterfahrt an der Küste entlang. Als ich die bewohnte Gegend mit Ferienhäusern etc. erreiche, kann ich noch viel mehr Quokkas beobachten. Hier hüpfen recht viele am Straßenrand entlang und sind auch schon an die Menschen gewöhnt. Wenn ich meine Hand ausstrecke, kommen sie ganz neugierig schnuppernd heran. Einer versucht sogar in meinen Rucksack zu klettern, riecht vermutlich mein Essen. Er lässt sich dabei sogar von mir streicheln, so süß. Irgendwann trenne ich mich dann schwerenherzens von ihm und fahre weiter in die „Innenstadt“. Ich kaufe ein paar Postkarten und schlender durch die drei Läden. Zwischendurch lässt sich immer mal wieder ein Kuscheliger Haufen entdecken. Ich schaue mir danach noch den anderen Leuchtturm an und bin nachdem es mit der Fähre zurückgeht, gegen halb sechs zurück im Hostel. Da ich jetzt nicht noch irgendetwas unternehmen kann, begebe ich mich zum Flughafen, um 2 Uhr nachts fliege ich nach Sydney. Nach einer Ewigkeit warten, geht es irgendwann in den Flieger, mit dem Schlafen klappt es auch dieses Mal nicht so richtig. So komme ich ziemlich übermüdet in meinem Hostel in Sydney an, wo ich mich nochmal ein bisschen hinlege. Anschließend laufe ich am Darling Harbour entlang, durch ein paar Geschäfte und gehe dann ins Kino zu „The Fault in our Stars“. Zurück im Hostel packe ich meine Sachen für morgen, dann geht es nach Alice Springs und am Montag zum Uluru, und gehe relativ früh schlafen.

Annes Schützlinge Hannah...

Annes Schützlinge Hannah…

...und Harry.

…und Harry.

Wunderschöne Küste auf Rottnest Island.

Wunderschöne Küste auf Rottnest Island.

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Die Aussicht vom Leuchtturm, sogar mit Perth am Horizont.

Die Aussicht vom Leuchtturm, sogar mit Perth am Horizont.

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Dort ist ein Quokka im Gebüsch, genau hinschauen.

Dort ist ein Quokka im Gebüsch, genau hinschauen.

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Sind die niedlich.

Sind die niedlich.

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Was sich wohl hier drin befindet?

Was sich wohl hier drin befindet?

Shaun sagt auch mal Hallo.

Shaun sagt auch mal Hallo.

Und darf sogar Huckepack, haha.

Und darf sogar Huckepack, haha.

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Macht's gut ihr Süßen.

Macht’s gut ihr Süßen.

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