Endlich mal wieder in einer Großstadt und meine Ablösung kommt an – Perth und Carnarvon (19. Juni – 04. Juli 2014)

Am Mittwoch Nachmittag bin ich mit Jo, Liam und Ella nach Perth geflogen. Die Maschine war sehr klein und ziemlich laut, ätzend, wir kommen so gegen 20 Uhr bei Freunden von der Familie an, wo wir bis Samstag wohnen werden. Das Wetter ist leider nicht sonderlich gut, eigentlich wollten wir am Donnerstag in den Zoo, schade, das hätte mit den Kindern bestimmt viel Spaß gemacht. Stattdessen laufen wir durch die Stadt, Jo erledigt so einige Einkäufe, da es in Carnarvon ja nicht so viel Auswahl gibt. Es tut übrigens richtig gut, nach so langer Zeit in dem kleinen abgelegenen Ort mal wieder unter Leuten zu sein. Für mich bleibt sogar auch ein bisschen Zeit zum Shoppen, ich kaufe mir eine größere Tasche, die ich bestimmt noch gut gebrauchen werde, denn der Platz im Rucksack könnte langsam knapp werden. Da Ella ab und zu absolut nicht in ihrem Kinderwagen sitzen will, hatte Jo einen kleinen Rucksack mit Leine daran besorgt, was sie eigentlich für den Zoo gedacht hatte. Wir schnallen es Ella aber auch hier an, kommischerweise liebt sie es über alles und wir lachen uns einfach nur schlapp. Wenn sie daran läuft, hält sie selber auch die Leine fest und es kommt einem so vor, als würde sie mich oder Jo spazieren führen, einfach niedlich.

Gegen Mittag fahren wir dann wieder zurück zu den Freunden. Die haben einen vierjährigen Sohn namens Ethan, so kann Liam viel mit ihm spielen und ich hab eher meine Ruhe. Spiele trotzdem ab und zu mit den Kindern.

Ella läuft an der Leine...

Ella läuft an der Leine…

...und ist dabei total glücklich, haha.

…und ist dabei total glücklich, haha.

Am Freitag fahren wir vormittags kurz auf einen Spielplatz. Liam hat später einen Termin bei einer Kinderpsychologin oder so, Ella macht in der Zeit ihren Mittagsschlaf und ich gucke mit Ethan „Die Unglaublichen“. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kommt Gerhard aus Bali zurück. Die Kinder freuen sich natürlich riesig, dass er wieder zurück ist. Wir bekommen auch alle ein Mitbringsel, für mich gibt es eine Handtasche und ein schönes Tuch, total nett. Am Vormittag gehen wir dann in das Theaterstück „The Gruffalo“, das wirklich sehr schön gemacht ist und die Kinder absolut begeistert. Da Ella noch ein bisschen zu klein ist, um das alles zu kapieren, wird sie mit Essen ruhig gestellt :D. Wir fahren dann nochmal zurück zum Haus, packen unsere Sachen, essen noch etwas und machen uns mit dem Auto (das Gerhard hier abgestellt hatte als er nach Bali geflogen ist) auf den Rückweg Richtung Carnarvon. Da es mit Kindern unmöglich ist die 900 km am Stück zu fahren, machen wir auf halber Strecke einen Zwischenstopp in Geraldton, wo wir erst so gegen 21 Uhr ankommen und bei einem Freund übernachten können. Mit diesem geht Gerhard am nächsten Morgen noch surfen, während Jo, die Kinder und ich ein bisschen spazieren gehen. Weiter geht schließlich die Fahrt zurück nach Carnarvon. Etwa 150 km vor unserem Ziel geht auf einmal die Gangschaltung nicht mehr, die Kupplung hat es wohl völlig zerfetzt. Zum Glück hat Jo Empfang mit dem Handy, wir können zwar nicht abgeschleppt werden, aber der Gastvater von Anne ist so lieb und holt uns ab. Gerhards Auto wird dann noch zur nächsten Tankstelle gezogen und dort abgestellt. So hat sich der Sonntag auch noch ziemlich in die Länge gezogen, wir kommen erst um sieben Uhr an, packen aus und gehen alle recht schnell ins Bett.

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Natürlich blieb Ella nicht im Kinderwagen und musste sich auch noch dazwischen quetschen. Liam will seinen Papa gar nicht mehr loslassen.

Natürlich blieb Ella nicht im Kinderwagen und musste sich auch noch dazwischen quetschen. Liam will seinen Papa gar nicht mehr loslassen.

Ich bin mal eben mit meinem Schmetterling spazieren!

Ich bin mal eben mit meinem Schmetterling spazieren!

Tja, da sind wir wohl im Nirgendwo gestranded, wäre für Jo und Gerhard nicht das erste Mal, die beiden nehmen das ganz locker.

Tja, da sind wir wohl im Nirgendwo gestranded, wäre für Jo und Gerhard nicht das erste Mal, die beiden nehmen das ganz locker.

Wenigsten bekommen wir einen wunderschönen Sonnteruntergang zu sehen (Liams Worte: "At least the sunset is lovely", so süß).

Wenigsten bekommen wir einen wunderschönen Sonnteruntergang zu sehen (Liams Worte: „At least the sunset is lovely“, so süß).

Am Montag beginnt dann meine letzte Woche, in der ich mit den Kindern alleine bin, nächste Woche kommt das (der?) neue Aupair Oliver, ebenfalls aus Deutschland. Am Mittwoch ist Ella leider krankr, sie hat sich die ganze Nacht zuvor übergeben und spuckt auch die Milch wieder aus, die ich ihr später zum Testen gebe. Sie nimmt danach den ganzen Tag nichts zu sich, macht aber trotz allem einen frohen Eindruck. Am nächsten Tag geht es ihr zum Glück viel besser, das Abendessen von gestern ist dann auch drin geblieben. Ansonsten verläuft die Woche ganz normal. Am Wochenende gehe ich nochmal mit Anne frühstücken, Sonntag packe ich dann halbwegs meine Sachen und ziehe aus meinem Zimmer aus. Ich schlafe ab morgen im Wohnwagen, der eigentlich in den Garten gestellt werden soll (steht momentan vor der Haustür), aber Gerhards Auto, dass ihn als Einziges ziehen kann, ist noch in der Reparatur.

Eine Palme voller Kakadus, die gibt es hier wirklich in Massen.

Eine Palme voller Kakadus, die gibt es hier wirklich in Massen.

Das ist übrigens meins Zimmer..

Das ist übrigens meins Zimmer..

..tut mir Leid, das Bett wollte ich nicht extra machen.

..tut mir Leid, das Bett wollte ich nicht extra machen.

Am Wochenende wird erstmal Angeln im Pool gespielt..

Am Wochenende wird erstmal Angeln im Pool gespielt..

..und die ganze Familie macht mit, haha.

..und die ganze Familie macht mit, haha.

Am Montag Morgen kommt Oliver in Carnarvon an und ich erklär ihm schonmal die Routine und wie man mit Liam am besten umgeht. Gerhard versucht ein anderes Auto zu finden, um den Wohnwagen umzustellen, aber es klappt nicht. So schlafe ich im Wohnzimmer im Swag (dünne Matratze im Sack), was eigentlich ganz praktisch ist, denn so liege ich morgens um 5 Uhr gleich vor dem Fernseher, um das Spiel Deutschland – Algerien zu schauen. Da sich mit der Umstellung des Wohnwagens nichts ändert, packe ich schließlich meine ganzen Sachen dort hinein und muss dann eben immer zur Haustür raus. Den Rest der Woche zeige ich Oliver noch alles mögliche und die Kinder fangen auch so langsam an, sich an ihn zu gewöhnen. Wenn sie mal heulen, kommen sie natürlich lieber zu mir, aber das wird sich auch ändern, sobald ich weg bin. Man merkt aber, dass Liam mit der Umstellung noch zu kämpfen hat, denn abends fängt er an, sich über absolute Kleinigkeiten aufzuregen und herumzuschreien. Wahrscheinlich ist er innerlich auch einfach sauer auf mich, dass ich ihn verlasse, es ist für ihn nunmal schwierig, mit Veränderungen umzugehen. Das wird sich aber auch noch legen. Am Donnerstag Abend gehen wir sehr nett zu meinem Abschied essen. Die Kinder sind total aufgedreht und rennen wie Bekloppte durch das Restaurant 🙂 sind aber sehr süß und lustig.

Mein unmöglicher Versuch, mal ein schönes Foto zusammen mit den Kindern zu haben..

Mein unmöglicher Versuch, mal ein schönes Foto zusammen mit den Kindern zu haben..

..sie können einfach nicht stillsitzen.

..sie können einfach nicht stillsitzen.

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Völlig abgedreht die zwei :D

Völlig abgedreht die zwei 😀

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Ein Gedanke zu „Endlich mal wieder in einer Großstadt und meine Ablösung kommt an – Perth und Carnarvon (19. Juni – 04. Juli 2014)

  1. nur gut, dass du keine Trennungs-Verdauungs-Schmerzen bekamst, aber die Reaktionen der Kinder ehren dich. Komm gut heim, bis fast bald
    deine ganz Alten

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