Pferderennen, Segeltour, Delfine und Sterne – Carnarvon, Monkey Mia (24. Mai – 18. Juni 2014)

Am Samstag des 24. Mai ist Ladies Day in Australien, an dem überalle Pferderennen stattfinden, sogar auch in Carnarvon. Gerade die Frauen ziehen sich so richtig schick an und sowohl Annes als auch meine Familie geht ohne Kinder ab 12 Uhr mittags dort hin. Viele haben auch diese extravaganten Hüte auf und gehen wetten (Anne und ich aber nicht). Zum Teil ist es ein bisschen langweilig, aber abends kommt dann sehr gute Live-Musik, zu der wir begeistert tanzen. Später gehen wir noch in einen Pub, aber gegen halb zehn begeben wir uns vor Müdigkeit schon nach Hause und die Musik ist auch nicht so gut, wie bei den Pferderennen.

IMG_3434 IMG_3441Gerhard ist jetzt für einige Wochen auf Bali und ich bin mit Jo und den Kindern alleine. Der Alltag läuft wie üblich ab, nur dass die Kinder ab und zu ihren Vater vermissen. Einen Sonntag werden wir von Annes Gastvater Travis zum Segeln eingeladen, denn die Mitglieder des Yachtclubs machen eine Regatta unter sich. Wir werden dem richtig coolen Katamaran Segelboot zugewiesen, das Paul gehört. Er gabelt auf dem Weg zum Boot dann noch den Österreicher Karl und seinen Hund Archie auf, die er überhaupt nicht kennt und einfach mal spontan einlädt. So sind die Australier nun mal. Der Tag macht so viel Spaß, Anne und ich knuddeln Archie um die Wette und helfen ab und auch beim Segelturn, die meiste Arbeit haben aber die Männer mit Ahnung. Bei der ersten Regatta machen wir fast den zweiten Platz und kommen nur einen Meter hinter unseren Rivalen über die Ziellinie, die zweite läuft nicht ganz so gut, aber wir haben alle unseren Spaß. Das Wetter ist hervorragend, jedoch zum Segeln etwas zu windstill, später frischt es aber noch auf.

Ich darf auch mal ans Steuer.

Ich darf auch mal ans Steuer.

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Archie ist einfach der niedlichste Hund überhaupt.

Archie ist einfach der niedlichste Hund überhaupt.

Am 9. Juni hat Liam leider Fieber, als ich ihn von der Schule abhole und ist auch am nächsten Tag noch krank. So hab ich mir meinen Geburtstag eher nicht vorgestellt. Gerade am Morgen, als Ella noch da ist, sind die Kinder sehr anstrengend und stressig, als ich sie weggebracht habe, geht es aber. Liam fühlt sich eh nicht so gut und guckt den ganzen Vormittag Fernsehen. Am späten Nachmittag geht es ihm zum Glück schon viel besser und abends bekomme ich einen fantastischen Kuchen, ein Ständchen und ein sehr schönes Foto von „The Red Bluff“, wo wir zu Ostern campen waren, geschenkt. So hat der Tag doch noch ein schönes Ende, zumal mich auch noch so viele Glückwünsche aus Deutschland erreichen. Am nächsten Tag fahre ich Mittags zu Anne und bekomme von ihr auch noch einen Tassenkuchen mit Nutella, lecker, und einen Frühstücksgutschein geschenkt. Über das nächste Wochenende fahre ich mit ihr nach Monkey Mia, einem Delfin-Resort, etwa 5 Stunden südlich von hier. Da wir nur Samstag und Sonntag Zeit dazu haben, fahren wir gleich morgens um 6 Uhr los. Unterwegs halten wir in Shark Bay an, wo wir uns eine Art Aquarium anschauen. Wir bewundern die verschiedenen Fische und können sogar eine Haifütterung im großen Becken beobachten. Anschließend geht es weiter nach Monkey Mia. Nach Ankunft checken wir in das Hostel ein, wir haben sogar ein 7er-Zimmer für uns, weil zur Zeit nicht so viel hier los ist, wie praktisch. Dann begeben wir uns an den Strand. Die Sonne scheint zwar, aber es ist nunmal schon Winter und zu kalt zum Baden, zum Sonnen reicht es glücklicherweise noch. Als wir nur so gammeln, schwimmt doch tatsächlich schon ein Delfin ganz nah am Ufer entlang an uns vorbei, so niedlich. Weil wir uns heute sportlichen fühlen, machen wir noch ein bisschen Sport am Strand (das habe ich sowieso nötig, bin völlig aus der Form). Nach dem Duschen essen wir noch etwas in der Bar und gehen bald ins Bett. Am Sonntag müssen wir nämlich früh aufstehen, denn um 7:45 Uhr werden die wilden Delfine gefüttert. Ihnen wird vomittags zwischen 8 und 12 Uhr dreimal Fisch angeboten, was insgesamt nur einen Bruchteil ihrer Tagesration ausmacht, damit sie trotzdem noch selber jagen müssen. Es haben sich schon sehr viele Leute versammelt und uns wird kurz erklärt, dass wir auf die Ranger hören sollen, die Delfine nicht anfassen dürfen und respektieren sollen. Dann stellen wir uns in einer langen Reihe am Strand entlang auf und so langsam tauchen immer mehr Delfine auf. Ein paar von ihnen werden dann gefüttert, es gibt jeweils einen Helfer mit Eimer der sich ins Wasser stellt und willkürlich einige Leute auswählt, die den Delfin füttern dürfen. Komischerweise handelt es sich dabei meist um Kinder oder ältere Leute (mist, genau im falschen Alter hier). Es ist aber trotzdem toll, diese bezaubernden Tiere von so nah zu beobachten. Zum Teil posieren die Delfine richtig und schauen in die verschiedenen Kameras der Leute. Als die Fütterung vorbei ist und die Delfine wieder abzischen, gehen wir frühstücken und checken wieder aus. Dann haben wir um 11 Uhr eine halbstündige Kamelreittour gebucht. Wir sitzen zusammen auf einem Kamel und werden an diesem wunderschönen Strand mit dem Glasklaren Meerwasser entlang geführt. Danach legen wir uns noch für eine Weile an den Strand, vom Steg aus können wir sogar mal eine Schildkröte sehen, die aber leider genau dann abtaucht, als ich ein Foto machen will, trotzdem ziemlich cool. Gegen drei Uhr begeben wir uns dann auf den langen Rückweg. Unterwegs halten wir auf einem Hügel an, um den Sonnenuntergang zu beobachten und später nochmal mitten im Nirgendwo, um den unglaublichen, atemberaubenden Sternenhimmel zu beobachten. Schon in Neuseeland hab ich einmal einen Wahnsinns-Sternenhimmel gesehen, aber dieses mal ist er noch voller und die Milchstraße ist auch zu sehen. Gegen halb acht kommen wir schließlich wieder zu Hause an.

Dieser Kuchen schmeckt genauso gut wie er aussieht.

Dieser Kuchen schmeckt genauso gut wie er aussieht.

Im Aquarium gibt es auch ein paar Clownfische.

Im Aquarium gibt es auch ein paar Clownfische.

Unglaublich, dieser Delfin schwimmt einfach seelenruhig am Strand entlang.

Unglaublich, dieser Delfin schwimmt einfach seelenruhig am Strand entlang.

Auch der Pelikan genießt die Sonne.

Auch der Pelikan genießt die Sonne.

"Mal eben für die ganzen Leute posieren"

„Mal eben für die ganzen Leute posieren“

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Kamelreiten ist hier bestimmt besser als mitten in der Wüste.

Kamelreiten ist hier bestimmt besser als mitten in der Wüste.

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Zu spät, die Schildkröte taucht leider gerade ab.

Zu spät, die Schildkröte taucht leider gerade ab.

Ein paar Emus erblicken wir noch auf der Rückfahrt.

Ein paar Emus erblicken wir noch auf der Rückfahrt.

Schon wieder genieße ich einen Sonnenuntergang.

Schon wieder genieße ich einen Sonnenuntergang.

Mein Versuch, den Sternenhimmel abzulichten, gelingt nur halbwegs.

Mein Versuch, den Sternenhimmel abzulichten, gelingt nur halbwegs.

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2 Gedanken zu „Pferderennen, Segeltour, Delfine und Sterne – Carnarvon, Monkey Mia (24. Mai – 18. Juni 2014)

  1. Hallo nach Down-Under, sind wieder tolle Erlebnisse und schöne Bilder. Aber das mit den tollen Sonnenuntergängen müsstest du mal wieder aufpeppen, so viele waren das schon. Vielleicht mal einen Sonnenuntergang wo das Wasser oben steht? Ohne Quatsch – genieße die Zeit, mach auch mal zwischendurch Sport und iss nicht zu viel Nutella-Kuchen.

  2. Ist ja Wahnsinn, was wir hier wieder alles zu lesen und zu sehen bekommen. 1000 Dank, genial, dass ihr diesen Tripp machen konntet. Naja, mit dem Posieren von Delfinen kennst du dich ja schon aus. Offenbar wart ihr auch pünktlich da, da ohne deine Ma…:-)
    Finde ja nicht, dass dein Smarties-Kuchen gut aussieht. Die 23 finde ich ganz schön erschreckend, nicht für dich, aber für mich.
    Sport? Naja, besser als nix.
    Ihr seht echt cool aus beim Lady´s Day, Wenn ihr in diesem Outfit am Delfin-Strand gestanden hättet, wärt ihr bestimmt zum Füttern ausgewählt worden.
    Im Outback wirst du evtl. einen noch genialeren Sternenhimmel genießen dürfen. Präge ihn dir gut ein, besser als jedes Foto.
    Viel Spaß die letzten Tage noch.

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