Noch so viele Kilometer vor uns – Adelaide bis Perth (13.-18. März 2014)

Die ersten beiden richtigen Tage unserer rund 3300 km langen Strecke (für die wir nur 6 Tage Zeit haben) fahren wir so viel wie möglich, denn bis auf ein paar coole Schilder gibt es noch nicht viel zu sehen. Die Landschaft sieht zwar super aus, ist aber auch irgendwie immer gleich. Wir tauschen alle unsere verschiedenen Erlebnisse aus, schlafen und spielen Karten. Am ersten Abend stellen wir uns vor ein Motel mitten im Nirgendwo, dessen Dusche wir einfach mit benutzen. Am zweiten Tag überschreiten wir dei Grenze von South Australia nach Western Australia und da in Australien alles gerne mal ein bisschen kompliziert ist, müssen wir vorher noch unser Obst und Gemüse essen oder kochen. Zum Glück haben wir auf dem Weg hierher schon alles geschält und geschnitten und mit Apfel-Birnen-Muß und Kartoffelbrei im Gepäck kann es schließlich weiter gehen. Heute fahren wir auch auf der längsten, geraden Straße Australiens (145 km) entlang und wählen leider im Anschluss die kürzere, aber ungepflasterte Straße für den weitern Weg. Die nächsten zwei Stunden müssen die vier Leute hinten unter Geschüttel, Gerüttel und Krach leiden, ich vermute mal, dass es vorne nicht ganz so schlimm ist. Dafür gibt es am Ende einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Durch die Zeitverschiebung haben wir sogar noch 2,5 Stunden dazugewonnen, was bei den vielen Kilometern und dem Zeitdruck ganz praktisch ist und wir erreichen unser Tagesziel Esperance, wo wir uns an einen Strand zum Übernachten stellen. Mit unseren Mitreisenden haben wir wirklich Glück gehabt, wir Mädels verstehen uns alle super miteinander.

Unterwegs gibt es so richtig australische Landschaft zu sehen.

Unterwegs gibt es so richtig australische Landschaft zu sehen.

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Heute halten wir fast nur an, um Schilder zu fotografieren.

Heute halten wir fast nur an, um Schilder zu fotografieren.

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Hinten machen wir es uns gemütlich.

Hinten machen wir es uns gemütlich.

Auch am nächsten Tag ist die Landschaft wieder toll und weitläufig.. und gleich.

Auch am nächsten Tag ist die Landschaft wieder toll und weitläufig.. und gleich.

Ab geht es über die längste gerade Straße Australiens.

Ab geht es über die längste gerade Straße Australiens.

Nach der ungepflasterten, ätzenden Straße gibt es einen schönen Sonnenuntergang.

Nach der ungepflasterten, ätzenden Straße gibt es einen schönen Sonnenuntergang.

IMG_2476Am 15. April gehen wir in Esperance erst einmal einkaufen und informieren uns ein bisschen im Infozentrum. Ab hier fahren wir bis Perth an der Küste entlang und es gibt nun auch etwas zu sehen. Zur Mittagszeit setzen wir uns für eine Weile an einen Strand und laufen später zu einem Lookout im Fitzgerald Nationalpark. Wir sehen sogar den Strand, an dem wir vorher waren, das sieht richtig toll aus von hier oben. Nachdem wir nochmal ein Stückchen über eine schreckliche, ungepflasterte Straße gefahren sind, geht es noch zu einem anderen Ausguck, der uns eine tolle Sicht auf die Landschaft bietet. Von unterwegs können wir wieder den Sonnenuntergang beobachten, bis wir schließlich an einem Toilettenhaus mit öffentlichem Barbecue übernachten.

Unser Blick auf das Meer am Morgen.

Unser Blick auf das Meer am Morgen.

Mal ein paar Impressionen aus dem Inneren unseres Wohnmobils.

Mal ein paar Impressionen aus dem Inneren unseres Wohnmobils.

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Von hier aus können wir den Strand sehen, an dem wir vorher Rast gemacht haben. Mit dem See direkt dahinter sieht es wirklich toll aus.

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Diese ungeteerten Straßen sind ganz schön nervig.

Diese ungeteerten Straßen sind ganz schön nervig.

Huhu, da guckt unser Wohnmobil aus dem Gebüsch hervor.

Huhu, da guckt unser Wohnmobil aus dem Gebüsch hervor.

Auch heute gibt es von unterwegs wieder einen tollen Sonnenuntergang zu sehen.

Auch heute gibt es von unterwegs wieder einen tollen Sonnenuntergang zu sehen.

Auch am nächsten Morgen geht es wieder früh raus, etwas außerhalb von Albany fahren wir dann zu „The Gap“ (die Spalte), eine riesige Felsspalte im Meer, die Felsen sehen hier generell sehr cool aus. Anschließend schauen wir uns die Elephant Rocks an einem schönen Strand an, leider ist das Wetter nicht überragend, ansonsten würde es hier unglaublich toll aussehen. Der nächste Halt ist der Tree Top Walk, ein Spaziergang durch die Kronen von sehr hohen Bäumen. Louise und ich machen uns einen Spaß daraus, an den verschiedenen Blättern zu schnuppern, die zum Teil umwerfend riechen. Kurz vor 18 Uhr erreichen wir Margaret River und campen wieder am Strand zwischen tollen Felsen. Der Himmel sieht super aus, als wir uns noch mit Wein an den Strand setzen und quatschen.

Die tolle Felslandschaft bei "The Gap".

Die tolle Felslandschaft bei „The Gap“.

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Die riesige Felsspalte geht ganz schön tief hinunter.

Die riesige Felsspalte geht ganz schön tief hinunter.

Eine natürliche Brücke ist auch gleich noch nebenan.

Eine natürliche Brücke ist auch gleich noch nebenan.

Der Blick auf die Elephant Rocks.

Der Blick auf die Elephant Rocks.

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Der Tree Top Walk, wir sind ganz schön hoch hinaus.

Der Tree Top Walk, wir sind ganz schön hoch hinaus.

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Von unten sehen einige Bäume auch beeindruckend aus.

Von unten sehen einige Bäume auch beeindruckend aus.

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Die tollen Felsen an dem Strand, wo wir heute übernachten.

Die tollen Felsen an dem Strand, wo wir heute übernachten.

Kreideartige Felsen gibt es hier auch, die sehen wirklich cool aus.

Kreideartige Felsen gibt es hier auch, die sehen wirklich cool aus.

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Wow, der Himmel sieht super aus.

Wow, der Himmel sieht super aus.

Da wir hier eher illegal stehen und der Ranger angeblich um 6 Uhr kommt, stehen wir schon um 5 Uhr auf und gehen im Meer baden. Nach dem Frühstück (der Ranger ist nicht gekommen), geht es weiter an der Küste entlang. In Prevelly, wo der Fluss Margaret River ins Meer fließt, machen wir Pause. Martin möchte unbedingt surfen und leiht sich hier ein Surfboard aus. Louise kann schon von Kind auf surfen und hilft ihm dabei, ich mache es hier nicht nochmal (war in Neusseland surfen), weil die Bedingungen hier sehr hart sind (das Wasser ist sehr tief und die Wellen sind sehr stark). Wir genießen währenddessen einfach die Sonne und schauen zu. Anschließend geht es weiter durch die Weinlandschaft um Margaret River und wir wollen unsere eigene Weintour machen. Ich erkläre mich als Fahrer bereit und je nachdem wie uns gerade ist, halten wir an den Weingütern an. Nach unserem ersten Weinstopp halten wir bei einer Nougatfabrik, ich glaub ich bin im 7. Himmel gelandet, wär das doch bloß alles umsonst. Als nächstes halten wir an einer sehr süßen, kleinen Winery mit einer sehr netten Besitzerin. Dann geht es zu der Schokoladenfabrik, zu der man wohl unbedingt gehen muss. Hier ist richtig viel los und es gibt sogar kostenlose Schokolade zum Probieren. Ansonsten ist es hier aber leider sehr teuer und überlaufen. Gegen 6 Uhr abends endet unsere heutige Tour in Busselton, wo es den längsten Holzsteg (Jetty) der südlichen Hemisphäre gibt (mit 1841 Metern). Wir setzen uns an den Strand und beobachten dann den tollsten, schönsten, wundervollsten Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe. Wir entscheiden uns dann, hier auf dem Parkplatz zu übernachten.

Das frühe Aufstehen lohnt sich für den Sonnenaufgang.

Das frühe Aufstehen lohnt sich für den Sonnenaufgang.

Erst hüpfen wir hier nochmal ins Meer.

Erst hüpfen wir hier nochmal ins Meer.

Martin versucht hier zu surfen, aber die Bedingungen sind sehr schwer.

Martin versucht hier zu surfen, aber die Bedingungen sind sehr schwer.

Das erste Weingut, bei dem wir halten.

Das erste Weingut, bei dem wir halten.

Mhmm, die Nougatfabrik ist voller leckereien.

Mhmm, die Nougatfabrik ist voller leckereien.

Hahahaa, süüß =)

Hahahaa, süüß =)

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Wir freuen uns, diese kleine Winery gefunden zu haben.

Wir freuen uns, diese kleine Winery gefunden zu haben.

Den lange Steg in Busselton...

Den lange Steg in Busselton…

...kann man auch mit einem Zug befahren.

…kann man auch mit einem Zug befahren.

Wir bekommen hier einen wirklich tollen Sonnenuntergang zu sehen...

Wir bekommen hier einen wirklich tollen Sonnenuntergang zu sehen…

...dersowohl mit dem bloßen Auge als auch mit verschiedenen Kameraeinstellungen umwerfend aussieht.

…dersowohl mit dem bloßen Auge als auch mit verschiedenen Kameraeinstellungen umwerfend aussieht.

IMAG0324 IMAG0326Da auch hier das übernachten nicht erlaubt ist, stehen wir wieder um 5 Uhr morgens auf und Katrien, Julie und Louise gehen joggen. Nachdem ich geduscht habe, laufe ich ein bisschen den Jetty entlang und bekomme nach dem tollen Sonnenuntergang von gestern Abend nun auch noch einen wunderschönen Sonnenaufgang geboten. Damit es so richtig paradiesisch wird, schwimmen auch einfach nochmal zwei Delfine vorbei, deren Atemstöße in der Stille so idyllisch und wundervoll sind. Heute ist nun der letzte Tag und wir müssen am Nachmittag in Perth sein. Da bleibt zum Glück noch genug Zeit, sich in Bunbury noch für eine Stunde an den Strand zu legen und eine Mittagspause in Australind am See einzulegen. Hier beobachten wir auch supersüße Kakadus. Gegen halb vier setzt uns Martin dann an einem Bahnhof etwas außerhalb des Zentrums von Perth ab, da er das Wohnmobil in der Nähe vom Flughafen abgeben muss. Wir verabschieden uns und fahren dann zusammen mit dem Zug in die Stadt. Katrien, Julie und Louise fahren dann von hier weiter zu ihrem Couchsurfer, der etwas außerhalb wohnt und Isabell und ich nehmen eine andere Bahn zu unserem Couchsurfer. Der holt uns dann von der Station ab und kocht uns abends sogar noch ein Barbecue, wirklich nett. Mit Isabell gehe ich vorher noch an den unweit entfernten Strand, um schon wieder einen tollen Sonnenuntergang zu beobachten.

Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen in beide Richtungen vom Jetty aus der Wahnsinn.

Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen in beide Richtungen vom Jetty aus der Wahnsinn.

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Dort schaut eine Delfinrückenflosse aus dem Wasser.. paradiesisch.

Dort schaut eine Delfinrückenflosse aus dem Wasser.. paradiesisch.

Niedliche Kakdaus.

Niedliche Kakadus.

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10 Gedanken zu „Noch so viele Kilometer vor uns – Adelaide bis Perth (13.-18. März 2014)

  1. Meine Güte, warst du fleißig. Klasse. Und diese Fotos!!! Fantastisch. Das Wohnmobil hat dich doch gewiss and die wunderbare Zeit mit deinen Eltern in Neuseeland erinnert. Mal abgesehen von der bei uns natürlich nicht herrschenden Unordnung. Schilderfotos liebe ich. Danke.

  2. Na das war ja eine Tortur, die 3000 km Fahrt. Ich habe letztens gelesen, dass man sich die wirklich schönen Bilder in seinen Gedanken abspeichern soll. Immer dann, wenn es einem mal nicht so prall geht, ruft man sie sich wieder auf. Das macht die Gedanken frei, vertreibt alle Ängste und trägt zum Glücklichsein bei. In dem Sinn hast du ja eine wunderbare Vielfalt an Bildern für die Zukunft.

  3. Solche Strecken zu bewältigen, ist schon eine große sportliche Leistung, die ist ja aber nicht ungewollt.
    Von A nach P ist auf dem Globus aber immer noch nachvollziehbar, fast der gleiche Breitengrad, nur etwas westlich in 6000 km.
    Ihr seid schon toll. Das stählt für die Zukunft.
    Der 24. Juli ist nun bereits in Sicht, wir freuen uns alle sehr.
    Machs gut du Kinderhirtin und halte dich wacker.
    Wann kommt dein nächster Bericht, du bist ja jetzt so richtig in Schreib-Fahrt.
    LG Ch § Opi

    • Danke für eure ständigen Kommentare. Der 25. Juli ist nun wirklich nicht mehr weit, die Zeit vergeht doch ganz schön schnell und ich freue mich schon, von einem/r neuen „Wille“ empfangen zu werden 🙂

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